Der Techmilliardär wollte 114 Milliarden Euro vom ChatGPT-Entwickler. Die Geschworenen in Kalifornien ließen ihn abblitzen: Er hätte früher klagen müssen.
Elon Musk ist mit seinem Feldzug gegen OpenAI gescheitert. Ein Geschworenengericht in Oakland hat die Klage des Tesla-Chefs komplett abgewiesen. Die Begründung: Verjährung. Musk habe zu viele Jahre verstreichen lassen, bevor er seine Vorwürfe vor Gericht brachte. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers segnete das Urteil ab.
Die Forderungen hatten es in sich. Bis zu 134 Milliarden Dollar Schadenersatz wollte der Milliardär sehen, umgerechnet rund 114 Milliarden Euro. Außerdem sollte Sam Altman als Chef abgesetzt und das Unternehmen in eine rein gemeinnützige Struktur zurückgedrängt werden. Musks Argumentation: OpenAI habe ihn über seine ursprüngliche Ausrichtung hinters Licht geführt.
Die Geschichte reicht Jahre zurück. 2015 gehörte Musk zu den Geldgebern der neu gegründeten Stiftung, die sich der verantwortungsvollen Entwicklung künstlicher Intelligenz verschrieben hatte. Er steckte 38 Millionen Dollar in das Projekt. Drei Jahre später kehrte er OpenAI den Rücken. 2019 stieg Microsoft als Großinvestor ein. Heute gliedert sich das Unternehmen in einen gemeinnützigen Kern und eine gewinnorientierte Tochtergesellschaft. Musk sah darin einen Verrat an den Gründungsidealen. Die Geschworenen sahen darin vor allem eines: einen Kläger, der zu lange geschwiegen hat.




