Beim Rekord-Börsengang des Raumfahrtkonzerns übernahm die internationale Großkanzlei die juristische Federführung in Europa. Mehrere Standorte arbeiteten zusammen, um den Prospekt durch die deutsche Finanzaufsicht zu bringen.
Wenn die Bafin einen Wertpapierprospekt genehmigt, ist das Routine. Im aktuellen Fall war es allerdings doppelte Geschichtsschreibung. Das von Freshfields ausgearbeitete Dokument war das erste, das nach den frischen Level-1-Regeln des EU Listing Act den behördlichen Stempel erhielt. Pikant: Genau an jenem 5. Juni, an dem die Bafin das Papier durchwinkte, traten die neuen Vorschriften offiziell in Kraft. Vom deutschen Sitz aus wanderte die Genehmigung anschließend per Passporting in eine ganze Reihe weiterer Märkte. Dänemark, Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Spanien und Schweden gehörten dazu. Selbst die Schweiz, die nicht der Union angehört, fand auf diesem Weg Eingang.
Die Aufteilung der Mandate folgt einem inzwischen vertrauten Muster bei internationalen Börsengängen. Während Freshfields den europäischen Teil orchestrierte, übernahm das amerikanische Haus Gibson, Dunn & Crutcher die weltweite Federführung. Dort verantwortete Hillary Holmes mit dem Team von Harrison Atma Kabad das globale Mandat. Auf der gegenüberliegenden Tischseite, also bei den Banken, die das Angebot platzierten, kam Hengeler Mueller zum Zug. Damit waren auf europäischer Seite gleich zwei renommierte Häuser eingespannt, jedes für eine andere Vertragspartei.
Innerhalb der Freshfields-Organisation lag das Gewicht auf Frankfurt. Von dort aus steuerten Christoph Gleske und Daniel von Bülow den Einsatz, beide aus der Kapitalmarktpraxis. Weitere Partner kamen mit Sebastian Röger, Guillemette Burgala und Thomas Metayer hinzu, ergänzt durch die Counsel Peter Stark und Valentine Pouyet. Auf der nächsten Ebene unterstützten mehrere erfahrene Anwälte, darunter John Sichelschmidt, John Haviland, Kanitha Neal und Victoria Hrubesch-Bazil. Auf Associate-Seite waren Vincent Buchta, Enzo Paganetti, Riet Devriendt und Filippo Sciarrone eingebunden. Insgesamt brachten sechs Standorte ihre Expertise ein: Brüssel, Frankfurt, London, Mailand, Paris und Wien.




