Der Facebook-Mutterkonzern wirbelt seine Belegschaft durcheinander. Manche verlieren ihren Job, andere landen in völlig neuen Abteilungen. Die Betroffenen erfuhren ihr Schicksal per Frühmorgen-Mail.
Meta gründet vier neue Einheiten, die sich ausschließlich mit künstlicher Intelligenz beschäftigen. Rund 7.000 Beschäftigte sollen dorthin wechseln. Ihre Aufgabe: Werkzeuge bauen, die Tätigkeiten übernehmen, für die bislang Menschen bezahlt wurden. Autonome digitale Helfer stehen ganz oben auf der Liste. Daneben entstehen Systeme, die messen, wie gut diese Maschinen arbeiten. Die Hierarchien sollen flacher werden. Weniger Vorgesetzte, mehr Output pro Kopf, so das Kalkül des Konzerns.
Wer versetzt wird und wer gehen muss, erfuhren die Betroffenen am Mittwoch per E-Mail. Die Nachrichten gingen um vier Uhr Ortszeit raus. Erst beim Öffnen wussten die Empfänger, was auf sie zukommt. Die Personalchefin hatte vorab gebeten, dass niemand an diesem Tag ins Büro erscheint. Ein internes Memo von Janelle Gale hatte die Maßnahmen angekündigt.
Parallel zu den Versetzungen trennt sich Meta von zehn Prozent seiner Belegschaft. Bei weltweit rund 70.000 Beschäftigten dürften mehrere Tausend betroffen sein. Wer in den USA seinen Arbeitsplatz verliert, bekommt eine Abfindung: 16 Wochengehälter als Basis, plus zwei weitere Wochen für jedes Jahr Betriebszugehörigkeit.
Der Umbau fällt in eine Zeit, in der ohnehin Unruhe herrscht. Vor kurzem sickerte durch, dass Meta Mausbewegungen, Klicks und Tastatureingaben seiner Leute aufzeichnet. Die Daten fließen ins Training von Sprachmodellen. Viele Beschäftigte empfanden das als Kontrolle durch die Hintertür.




