Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft baut ihr Engagement für Leseförderung aus und wird Mitglied im zentralen Gremium der Stiftung. Das Thema ist drängend: Jeder vierte 15-Jährige in Deutschland liest nicht gut genug.
Was 2025 mit einer Geldspende und Bücherboxen für Schulen begann, mündet nun in eine dauerhafte Verbindung. Grant Thornton, eine der größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften des Landes, zieht in den Stifterrat der Stiftung Lesen ein. Das Gremium versammelt Unternehmen, Verbände und Persönlichkeiten, die die Arbeit der Organisation langfristig mittragen. Im vergangenen Jahr hatte Grant Thornton bereits 15.000 Euro überwiesen und sich am bundesweiten Vorlesetag beteiligt. Jetzt folgt der nächste Schritt.
Der Hintergrund ist bedrückend. Jeder vierte 15-Jährige in Deutschland versteht Texte nur unzureichend. Fast drei Millionen junge Erwachsene haben keinen Berufsabschluss in der Tasche. Wer Buchstaben nicht zu Sätzen fügen kann, stolpert durch Schule und Arbeitsleben. Jörg F. Maas, der die Stiftung Lesen führt, bringt es auf den Punkt: „Lesen zu können, entscheidet über den Zugang zu Bildung, über berufliche Perspektiven, über Orientierung in einer digitalen Welt. Es ist die Grundlage dafür, ob Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene selbstbestimmt durch ihr Leben gehen können – oder eben nicht." Über den Neuzugang im Stifterrat freut er sich: „Umso wichtiger ist es, dass wir mit Grant Thornton einen Partner gefunden haben, der gesellschaftliche Verantwortung nicht nur betont, sondern konkret mitträgt."
Grant Thornton beschäftigt rund 2.000 Leute an zehn Standorten und prüft neben Mittelständlern auch börsennotierte Konzerne. Die Gesellschaft versteht ihr Engagement als Teil der eigenen Identität. Heike Wieland-Blöse, die das Unternehmen in Deutschland führt, erklärt: „Lesekompetenz als Basis für Bildungsgerechtigkeit ist der Grundstein für gesellschaftliche Teilhabe. Wir freuen uns daher sehr, als neues Mitglied des Stifterrats unser Engagement für die Stiftung Lesen auszubauen. Aktive Zukunftsgestaltung gehört zu unserem Selbstverständnis; daher möchten wir mit unserer Kooperation die nächste Generation nachhaltig und langfristig fördern und begleiten."
Das Gremium hilft dabei, Programme der Stiftung zu finanzieren und voranzubringen. Kinder, Familien, Kitas, Schulen und ehrenamtliche Vorleser profitieren davon. Grant Thornton reiht sich ein in ein Netzwerk, das wirtschaftliche Erfahrung, gesellschaftliches Gewissen und praktische Hilfe zusammenbringt.




