Die Finanzierungstochter des Autokonzerns hat grüne Anleihen über 2,75 Milliarden Euro platziert. Das Geld fließt in die Finanzierung von Elektroautos. Hogan Lovells beriet das Bankenkonsortium.
Die Volkswagen Bank hat sich am Kapitalmarkt frisches Geld besorgt. In einem Aufwasch begab das Institut drei Schuldverschreibungen, deren Erlöse zusammen 2,75 Milliarden Euro ergeben. Die Mittel sind zweckgebunden: Sie sollen Käufern von Batteriefahrzeugen die Finanzierung erleichtern und fließen in entsprechende Kreditprodukte der Konzerntochter. Damit reiht sich die Emission in das hauseigene Regelwerk für nachhaltige Finanzgeschäfte ein, das die Volkswagen Financial Services aufgesetzt hat. Solche Rahmenwerke schreiben fest, wofür eingesammeltes Kapital verwendet werden darf, damit das grüne Etikett gerechtfertigt ist.
Die Papiere unterscheiden sich in Dauer und Verzinsung. Die kürzeste Tranche läuft zweieinhalb Jahre und bringt 3,625 Prozent jährlich. Wer länger investiert, bekommt mehr: Die mittlere Variante über 4,5 Jahre verzinst sich mit vier Prozent, das längste Papier mit 7,5 Jahren Laufzeit zahlt 4,375 Prozent. Gehandelt werden alle drei an der Luxemburger Börse. Rechtlich handelt es sich um sogenannte Senior Non-Preferred Bonds, also nachrangige Schuldtitel, die im Insolvenzfall hinter klassischen vorrangigen Anleihen zurückstehen.
Bei der Platzierung wirkten fünf Banken mit: BBVA, BNP Paribas, Citigroup, Commerzbank und SMBC. Auf juristischer Seite vertraute das Konsortium auf Hogan Lovells. Federführend war Partner Jochen Seitz aus dem Frankfurter Büro der Kanzlei. Mit ihm arbeiteten Counsel Stefan Wollmert-Schrewe und Associate Anna Hersener.




