Eine Umfrage zeigt: Unternehmen pumpen Geld in künstliche Intelligenz, schaffen aber selten den Sprung in den Regelbetrieb.
Künstliche Intelligenz verschlingt Budgets, bringt aber oft wenig Ertrag. Der IT-Dienstleister Kyndryl hat 3.700 Führungskräfte in 21 Ländern befragt und kommt zu einem ernüchternden Befund. Die Ausgaben für KI kletterten binnen eines Jahres um ein Drittel nach oben. Zwei Drittel der Manager sprechen von massiven Investitionen. Immerhin 54 Prozent berichten inzwischen von positiven Renditen, ein Plus von zwölf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Doch bei der Umsetzung hapert es: Sechs von zehn Unternehmen haben ihre Vorhaben noch nicht aus der Erprobung in den Alltag überführt. Die Pilotprojekte bleiben Pilotprojekte.
Woran liegt das? Mehr als die Hälfte der Befragten nennt die eigene IT als Hürde. Server, Software und Schnittstellen stammen oft aus einer anderen Ära und vertragen sich schlecht mit neuen Anwendungen. Jacqueline Wild, Kyndryl-Chefin für Österreich und die Schweiz, sieht eine Kluft zwischen Anspruch und Realität. Neun von zehn Firmen meinen, technisch gut aufgestellt zu sein. Die Zahlen sagen etwas anderes. Dazu fehlt Personal: Nur knapp ein Drittel traut der eigenen Belegschaft zu, KI sinnvoll einzusetzen. Die Mitarbeiter nutzen die Werkzeuge selten, technische Kompetenz ist rar.
Der Druck nimmt zu. Drei von fünf Managern berichten, dass sie stärker als im Vorjahr Resultate liefern müssen. Fast die Hälfte der Vorstandschefs klagt, dass ihr Unternehmen Neuerungen ausbremst und Entscheidungen zu langsam fallen. Cybersicherheit ist derzeit der häufigste Einsatzbereich für KI. Fast neun von zehn Befragten rechnen damit, dass die Technologie binnen eines Jahres Arbeitsplätze grundlegend umkrempelt.




