Der Münchner Softwarekonzern kauft die Mehrheit am Bausoftware-Spezialisten HCSS. Freshfields begleitet die Finanzierung.
Latham & Watkins hat einen grenzüberschreitenden Deal an Land gezogen. Die Kanzlei beriet Nemetschek beim Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an HCSS, einem texanischen Anbieter von Software für den Tiefbau. Der Münchner Konzern sichert sich rund 72 Prozent der Anteile, Verkäufer Thoma Bravo behält knapp 28 Prozent und bleibt als Minderheitsgesellschafter im Boot. Der Vollzug ist für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen, die üblichen Genehmigungen stehen noch aus.
Die Federführung lag bei Partner Rainer Traugott in München sowie Bradley Faris und Dan Breslin in Chicago. Das Team spannte sich über mehrere Kontinente und Rechtsgebiete. Neben der Transaktionsberatung waren Spezialisten für Steuerfragen, Kartellrecht, Datenschutz und Regulierung eingebunden. Standorte von Frankfurt über Washington bis Houston steuerten Expertise bei. Bei der Finanzierungsseite kam Freshfields ins Spiel: Partner Michael Josenhans und Principal Associate Dennis Chinnow aus Frankfurt begleiteten die entsprechenden Fragen.
Nemetschek beschäftigt rund 4.000 Mitarbeiter und entwickelt KI-gestützte Software für Bau und Medien. Mit HCSS erweitert der Konzern sein Portfolio um Lösungen für Infrastrukturprojekte und stärkt die Position in Nordamerika. Der Tiefbausektor gilt als Wachstumsfeld, Investitionen in Straßen und Versorgungsnetze treiben die Nachfrage nach digitalen Werkzeugen.




