Die Macher des Münchner Trinkmahlzeit-Anbieters trennen sich vollständig von ihrem Unternehmen. Beim juristischen Beistand setzen sie wie schon vor drei Jahren auf dieselbe Kanzlei.
Wer einen wichtigen Deal über die Bühne bringen will, bleibt gerne bei einem eingespielten Team. Diese Erfahrung machen offenbar auch Benjamin Kremer und Noel Bollmann. Die beiden Yfood-Gründer haben sich entschieden, ihren Komplettausstieg wieder von Latham & Watkins begleiten zu lassen. Bereits 2023, als Nestlé erstmals knapp die Hälfte am Münchner Startup übernommen hatte, hatte dieselbe Kanzlei beraten. Mit der aktuellen Vereinbarung gehen auch die restlichen 51 Prozent in Schweizer Hand über. Der Abschluss ist für den 3. Juli geplant, sofern die Aufsichtsbehörden grünes Licht geben.
An der Spitze des Latham-Teams steht erneut Maximilian Platzer, Partner im Frankfurter Büro. Schon beim ersten Einstieg führte er das Mandat. Diesmal teilt er sich die Verantwortung mit Sönke Bock, unterstützt von zwei weiteren Frankfurter Kollegen. Nestlé ließ sich erneut von White & Case beraten, federführend war Partnerin Ingrid Wijnmalen.
Bekannt wurde Yfood einst durch einen Auftritt in der Sendung Die Höhle der Löwen. Heute vertreibt das Unternehmen seine Trinkmahlzeiten und Riegel nach eigenen Angaben in 30 Ländern und erzielte zuletzt rund 150 Millionen Euro Umsatz. Nach dem Eigentümerwechsel übernimmt eine Nestlé-Managerin Jolanda Schwirtz die Geschäftsführung. Yfood soll eigenständig weitergeführt werden, der Hauptsitz bleibt in München.
Über den Kaufpreis äußern sich die Beteiligten nicht. Die Lebensmittelzeitung berichtet jedoch von rund 220 Millionen Euro für die Restanteile.




