LinkedIn baut Stellen ab und strukturiert seine Produktorganisation um. Hintergrund ist der wachsende Einsatz von KI, der kleinere, agilere Teams ermöglicht und bisherige Arbeitsmodelle obsolet macht.
LinkedIn-CEO Daniel Shapero informierte die Belegschaft zunächst über die geplanten Änderungen, bevor Chief People Officer Hari Srinivasan drei konkrete Strukturveränderungen erläuterte. Unsere schnellsten Teams sind fokussiert, haben weniger Hierarchieebenen und nutzen KI, um schnell voranzukommen, schrieb Srinivasan. Die Umstrukturierungen im Produktbereich zielen darauf ab, agilere Teams nach diesem Modell zu schaffen. Auch Mutterkonzern Microsoft hatte zuletzt Managementebenen abgebaut: CFO Amy Hood rief intern zu erhöhtem Tempo und engeren, rechenschaftspflichtigeren Einheiten auf. Im Zuge der Neuaufstellung werden UX-Ressourcen bei LinkedIn zentralisiert: Routineaufgaben übernehmen künftig die Produktteams selbst, erfahrene Researcher konzentrieren sich auf komplexere Fragestellungen.
Grundlegend verändert wird auch das Lerninhalt-Modell der Plattform. Statt auf großangelegte, intern produzierte Inhalte zu setzen, sollen externe Kursleiter ihre Inhalte künftig direkt auf LinkedIn anbieten und vermarkten können. Das bisherige Modell sei nicht mehr der kosteneffizienteste Weg, alle Inhalte zu erstellen, so Srinivasan. Im Zuge dieser Umstrukturierung schließt LinkedIn auch sein Büro im österreichischen Graz. Im Rahmen unserer regulären Geschäftsplanung haben wir organisatorische Änderungen vorgenommen, um uns bestmöglich für die Zukunft aufzustellen, teilte ein LinkedIn-Sprecher mit.




