Der Ölfelddienstleister hat seine Aktionäre abstimmen lassen. Die Wirtschaftsprüfer wurden bestätigt, zwei Aufsichtsräte gewählt. Anträge zur Aufweichung von Mehrheitserfordernissen fanden keine Mehrheit.
KLX Energy Services hat seine jährliche Aktionärsversammlung hinter sich gebracht. Sechs Beschlussvorlagen lagen auf dem Tisch, vier gingen durch, drei scheiterten. Deloitte & Touche bleibt als Wirtschaftsprüfer im Sattel. Über zwölf Millionen Stimmen sprachen sich dafür aus, gut eine Million dagegen.
John T. Collins und Danielle E. Hunter behalten ihre Sitze im Verwaltungsrat. Beide gehören zur zweiten Klasse des gestaffelten Gremiums und bleiben bis 2029. Collins sammelte knapp vier Millionen Ja-Stimmen ein, Hunter etwas mehr. Die Gegenstimmen hielten sich in engen Grenzen. Auch die Bezüge der Führungsriege fanden Zustimmung, allerdings nur als unverbindliches Votum.
Ambitionierter waren drei weitere Anträge. Einer wollte die gestaffelte Besetzung des Kontrollgremiums kippen. Zwei andere zielten darauf ab, die hohen Hürden für Änderungen an Satzung und Gründungsurkunde zu schleifen. Keiner kam durch. Alle drei hätten zwei Drittel des stimmberechtigten Kapitals gebraucht. Die Befürworter lagen zwar vorn, aber zu viele Anteile blieben ohne Weisung. So reichte es nicht.
KLX steckt in einem finanziellen Spagat. An der Börse ist das Unternehmen rund 72 Millionen Dollar wert, auf der anderen Seite stehen Verbindlichkeiten von über 318 Millionen. Die Aktie rutschte am Abstimmungstag um knapp sechs Prozent ab, hat aber im Jahresvergleich kräftig zugelegt. Die letzten Quartalszahlen überraschten positiv. Der Verlust fiel geringer aus als prognostiziert, die Erlöse übertrafen die Schätzungen leicht. Für einen Dienstleister im schwankungsanfälligen Ölgeschäft ist dies ein Lichtblick, auch wenn die Bilanz weiter unter Druck steht.




