Der Technologiekonzern erweitert seinen Verwaltungsrat um einen erfahrenen Wirtschaftsprüfer. Carmine Di Sibio leitete das globale EY-Netzwerk und bringt vier Jahrzehnte Beratungserfahrung mit.
Microsoft baut sein Führungsgremium aus. Carmine Di Sibio, der bis vor kurzem an der Spitze von EY stand, übernimmt einen Sitz im Verwaltungsrat. Damit umfasst das Gremium künftig dreizehn Personen. Der Neue wird in zwei Ausschüssen mitwirken: einem für Vergütungsthemen, einem für Prüfungsfragen.
Di Sibio kennt EY wie kaum ein Zweiter. 1985 fing er dort an und kletterte über die Jahrzehnte durch sämtliche Hierarchiestufen. Er steuerte das weltweite Kundengeschäft, führte die Finanzdienstleistungssparte rund um den Globus und verantwortete das Amerika-Geschäft im Bankensektor. Am Ende seiner Laufbahn lenkte er das gesamte Netzwerk als oberster Chef.
Sandra Peterson, die dem Microsoft-Verwaltungsrat als unabhängige Vorsitzende vorsteht, lobte die Personalie. Di Sibios Finanzexpertise, sein weltweiter Horizont und seine lange Erfahrung in der Begleitung komplexer Organisationen würden dem Gremium sofort zugutekommen. Der Zeitpunkt passt. Microsoft investiert massiv in künstliche Intelligenz und braucht Aufseher, die Chancen und Gefahren solcher Wetten einordnen können.
Di Sibio ist kein Neuling in Aufsichtsgremien. Bei PayPal, Prudential Financial und dem Technologieanbieter Evolver sitzt er bereits als unabhängiges Mitglied. Dazu kommen Engagements bei einem Krankenhausverbund und zwei Hochschulen. Seine akademischen Wurzeln liegen an der Colgate University, wo er Chemie studierte, und an der Stern School of Business in New York, wo er seinen MBA machte.




