Madison Air übernimmt ebm-papst

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August 19, 2026
21.08.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Gesellschafterfamilien von ebm-papst übertragen das Unternehmen an den US-Konzern Madison Air. Der Ventilatorenhersteller wird dabei mit 5,1 Milliarden Euro bewertet. Der Hauptsitz in Mulfingen bleibt erhalten.

Übernahme mit 5,1 Milliarden Euro bewertet

Die Gesellschafterfamilien von ebm-papst haben eine Vereinbarung mit dem US-Konzern Madison Air zur Übertragung ihrer Anteile unterzeichnet. Mit Madison gewinnt der Ventilationsspezialist einen langfristig orientierten neuen Eigentümer mit hoher Innovationskraft und operativer Skalierungserfahrung. Umgekehrt erhält Madison Zugang zu attraktiven Märkten vor allem in Europa und kann sein Geschäft außerhalb Nordamerikas ausbauen. Im Rahmen der Transaktion wird ebm-papst mit 5,1 Milliarden Euro bewertet. Mulfingen bleibt Hauptsitz sowie bedeutender Standort für Forschung, Entwicklung und Produktion. An bestehenden arbeitsrechtlichen Verpflichtungen und tariflichen Regelungen ändert sich nichts. „Nach sorgfältiger Prüfung sind wir gemeinsam zu der Überzeugung gelangt, dass Madison Air der ideale Partner für ebm-papst ist“, erklärten Chloë McCracken, Jan Philippiak und Ralf Sturm im Namen der Gesellschafterfamilien.

Wachstum bei Rechenzentren und KI-Infrastruktur im Fokus

Madison Air ist ein führender Anbieter von Luftqualitätslösungen für Branchen wie Gesundheitswesen, Reinräume und Rechenzentren und macht den weit überwiegenden Teil seines Geschäfts in den USA. CEO Jill Wyant sieht in ebm-papst einen natürlichen Partner: „Als langjähriger Kunde von ebm-papst wissen wir die integrierte Air Technology und die maßgeschneiderte Ingenieurskompetenz des Unternehmens sehr zu schätzen.“ ebm-papst-CEO Klaus Geißdörfer betonte, das Unternehmen stehe heute so stark da wie nie zuvor, profitiere aber künftig zusätzlich von einem besseren Zugang zum US-Markt. Der weltweite Ausbau digitaler Infrastrukturen und der Fortschritt bei künstlicher Intelligenz schaffen einen wachsenden Bedarf an effizienten Kühllösungen. ebm-papst ist mit seiner KI-basierten Plattform NEXAIRA bereits auf diese Wachstumstreiber ausgerichtet. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 13.000 Mitarbeitende, davon rund 5.800 in Deutschland. Der Abschluss der Transaktion wird gegen Jahresende 2026 erwartet.

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