Rödl-Expertin Dominika Tyczka-Szyda erklärt, warum die digitale Steuerprüfung in Polen die Datenqualität zum entscheidenden TP-Risikofaktor macht.
Polen treibt die Digitalisierung der Steuerverwaltung voran, wie Rödl-Partnerin Dominika Tyczka-Szyda darlegt. Mit JPK_KR_PD erhält die Finanzverwaltung erheblich erweiterten Zugriff auf strukturierte Buchhaltungs- und Steuerdaten. Neue Meldepflichten entstehen dadurch nicht zwangsläufig, wohl aber ein veränderter Prüfungsansatz: Behörden verknüpfen Informationen automatisiert und erkennen Auffälligkeiten schon vor einer Prüfung. Für CFOs und Tax Manager verschiebt sich der Schwerpunkt damit von der reinen Dokumentation hin zu deren konsistenter Abbildung in den Finanzdaten.
Die Risiken entstehen laut Rödl an den Schnittstellen, wo Steuerfunktion, Buchhaltung und Controlling ihre Daten oft getrennt erzeugen. Weichen die TPR-Meldungen von den Buchhaltungsdaten ab oder werden Anpassungen uneinheitlich erfasst, gerät ein Unternehmen früher ins Visier. Zudem kann die Verwaltung aus den Daten eigene Vergleichsgruppen bilden und Margen selbst bewerten, aus der nachgelagerten Prüfung wird laufende Risikoüberwachung.
Handlungsbedarf besteht nach Einschätzung von Rödl weniger in neuen Prozessen als in der Prüfung der bestehenden auf Konsistenz: Abstimmung zwischen Dokumentation, Steuererklärung und Buchhaltung, Behandlung von Anpassungen, Nachvollziehbarkeit konzerninterner Transaktionen. Ein integrierter Ansatz über Tax, Finance und Controlling wird zur Pflicht.




