CD&R und Warburg Pincus führen fortgeschrittene Gespräche über eine gemeinsame Übernahme von Canaccord Wealth, der britischen Vermögensverwaltungssparte von Canaccord Genuity.
Die Private-Equity-Gesellschaften CD&R und Warburg Pincus führen fortgeschrittene Gespräche über eine gemeinsame Übernahme von Canaccord Wealth. Die britische Vermögensverwaltungssparte von Canaccord Genuity bietet Anlageverwaltung, Finanzplanung und Beratung für Privatkunden in Großbritannien und international an. Die beiden Investoren gelten in einer bereits im vergangenen Jahr gestarteten Auktion als führende Bieter, auch wenn Personen mit Kenntnis der Gespräche betonen, dass die Verhandlungen noch offen sind. Canaccord Wealth könnte dabei mit mehr als einer Milliarde Pfund bewertet werden, wie mit der Sache vertraute Personen bereits im Oktober 2025 mitteilten.
Ein Verkauf würde zugleich eine bestehende Beteiligung auflösen: Die BlackRock-Tochter HPS Investment Partners hält seit 2021 eine Minderheitsbeteiligung an Canaccord Wealth und dürfte ihre Anteile im Zuge einer möglichen Transaktion abgeben. Die Investmentbank Fenchurch begleitet Canaccord Genuity bei dem Verkaufsprozess. Der Deal reiht sich in eine breitere Konsolidierungswelle im britischen Wealth-Management ein, in der sowohl strategische als auch Finanzinvestoren um Größe und Marktanteile konkurrieren. Erst in diesem Jahr hatte NatWest Group den Vermögensverwalter Evelyn Partners für 2,7 Milliarden Pfund übernommen. Nach Angaben der mit der Sache vertrauten Personen ist bei Canaccord Wealth jedoch weiterhin nichts entschieden, ein Abschluss der Gespräche gilt keineswegs als sicher.




