Deloitte wächst, doch die Technologiesparte schwächelt

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September 25, 2026
28.09.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Big-Four-Konzern steigert seinen Umsatz auf 74,5 Milliarden Dollar, ausgerechnet die Technologie- und Transformationsberatung bremst jedoch das Wachstum, während KI die gesamte Branche unter Druck setzt.

Solides Plus, aber eine auffällige Schwachstelle

Im Geschäftsjahr bis Ende Mai kletterte der weltweite Umsatz von Deloitte auf 74,5 Milliarden Dollar, nach 70,5 Milliarden im Vorjahr. Regional legte der asiatisch-pazifische Raum mit 7,5 Prozent am stärksten zu, gefolgt von der Region EMEA mit gut drei und den Amerikas mit 3,2 Prozent. Getragen wurde das Wachstum vor allem von der Steuer- und Rechtsberatung, die mit knapp sechs Prozent das größte Plus verzeichnete, sowie von der Prüfung mit fünf Prozent. Aus dem Rahmen fällt dagegen die Technologie- und Transformationssparte, deren Zuwachs spürbar nachließ, ein Signal dafür, wie sehr künstliche Intelligenz das klassische Beratungsgeschäft in Bewegung bringt.

Neue EMEA-Einheit und wachsende Belegschaft

In das Berichtsjahr fiel der Start von Deloitte EMEA zum 1. Juni 2026, unter dessen Dach 16 Gesellschaften der Region zusammengeführt wurden. Der Verbund erstreckt sich über mehr als 80 Länder, zählt 6.000 Partner und kommt auf einen Umsatz von 20 Milliarden Euro. Zugleich wuchs die weltweite Belegschaft auf annähernd 500.000 Beschäftigte, nach zuvor 470.000, da Deloitte für die steigende Mandatsnachfrage einstellte. Der Aufbau steht allerdings im Kontrast zu einem Stellenabbau im Detail: Erst im Juni hatte die britische Einheit wegen niedriger Fluktuation rund 200 Prüfungsstellen gestrichen.

Milliardeninvestition gegen den KI-Druck

Strategisch setzt Deloitte auf einen Ansatz, den Global-CEO Joe Ucuzoglu als „people-led, AI-powered" beschreibt: KI solle ihr Potenzial entfalten, verankert in Vertrauen, Integrität und fachlicher Exzellenz. Untermauert wird das mit einer Investition von drei Milliarden Dollar bis 2030, mit der der Konzern Leistungserbringung und Abläufe über alle Geschäftsbereiche modernisieren will; im Juni ernannte die britische Einheit zudem ihren ersten Chief AI Officer. Der Handlungsdruck bleibt gleichwohl hoch, denn dieselbe Technologie, in die Deloitte investiert, bedroht das angestammte Geschäft. Einem aktuellen Bericht zufolge fahren britische Unternehmen ihre Ausgaben für Beratungshäuser bereits zurück und setzen bei der Problemlösung zunehmend selbst auf KI.

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