Der MDAX-Konzern HELLA platziert eine unbesicherte Anleihe über 300 Millionen Euro zu 5,25 Prozent, um eine Anfang 2027 fällige Emission abzulösen. Freshfields beriet zu den kapitalmarkt- und gesellschaftsrechtlichen Fragen.
Wer eine auslaufende Anleihe ablösen muss, verschafft sich am besten frühzeitig frisches Kapital, und genau diesen Weg geht HELLA. Der im MDAX notierte Automobilzulieferer hat ein unbesichertes Papier über 300 Millionen Euro begeben, dessen Nettoerlös vorrangig dazu dient, eine bereits im Januar 2027 fällige Emission abzulösen. Mit einer Laufzeit bis September 2030 und einem jährlichen Kupon von 5,25 Prozent sichert sich das Unternehmen die Anschlussfinanzierung, noch ehe die alte Verbindlichkeit ausläuft. Handelbar soll die Anleihe künftig über den Euro MTF der Luxemburger Wertpapierbörse sein, wo die Einbeziehung beantragt wurde.
Für die Einordnung durch Investoren sind die Bonitätsnoten aufschlussreich. Moody's stuft das Papier mit Ba1/NP ein, Fitch mit BBB-, womit sich die Anleihe unmittelbar an der Schwelle zum Investment Grade bewegt. Dieser Grenzbereich erklärt zugleich den vergleichsweise großzügigen Kupon: Mit 5,25 Prozent lockt HELLA im gegenwärtigen Zinsumfeld gezielt Zeichner an.
Die rechtliche Begleitung übernahm Freshfields, die ausgewählte kapitalmarkt- und gesellschaftsrechtliche Fragen der Platzierung verantwortete. Die Federführung lag bei Partner Prof. Christoph H. Seibt, unterstützt von Principal Associate Jean Mohamed und Associate Jannik L. Maas, allesamt am Hamburger Standort im Feld Gesellschaftsrecht, M&A und Kapitalmarktrecht angesiedelt. Auf Unternehmensseite begleiteten General Counsel Nadja Hanuschkiewitz und Ann-Katrin Dittschar, Leiterin Corporate Legal Affairs und M&A, die Transaktion. Dass HELLA erneut auf Freshfields setzt, überrascht wenig: Die Kanzlei stand dem Konzern zuletzt bereits im Übernahmeverfahren durch Forvia zur Seite.




