PwC-Prognose: 31,6 Billionen Dollar fließen bis 2050 in KI-Infrastruktur

blog main image
September 2, 2026
03.09.2026
2 Minuten Lesezeit

PwC beziffert die weltweiten Investitionen in KI-Infrastruktur auf einen Rekordwert und benennt den entscheidenden Engpass.

Ein Investitionsboom ohne Abklingphase

Bis zum Jahr 2050 werden nach dem Global Data Centre Outlook von PwC weltweit rund 31,6 Billionen US-Dollar in KI-Infrastruktur investiert. Die jährlichen Ausgaben für Rechenzentren dürften dabei von etwa 800 Milliarden Dollar im Jahr 2026 auf 1,8 Billionen Dollar im Jahr 2050 steigen. Anders als bei klassischen Infrastrukturzyklen flacht die Kurve nicht ab, denn Chips und übrige IT-Ausstattung müssen alle paar Jahre erneuert werden. Ihr Anteil an den Investitionen wächst von heute 70 auf 93 Prozent. Damit werden nicht die Neubauten, sondern die wiederkehrenden Aufrüstungen zum eigentlichen Kostentreiber.

Der Strom entscheidet über die Landkarte

Fast die Hälfte des Kapitals, konkret 15,1 Billionen Dollar, entfällt auf die USA als Zentrum der Hochleistungschips. Auf den asiatisch-pazifischen Raum kommen insgesamt 8,2 Billionen Dollar, angeführt von China und Indien, während staatlich getriebene KI-Strategien die Investitionen in Europa und im Nahen Osten beschleunigen. Wohin das Geld letztlich fließt, hängt nach Einschätzung von PwC vor allem an einer Frage: Wo lässt sich Strom in ausreichender Menge bezahlbar, verlässlich und emissionsarm bereitstellen? Für Clara Cutajar, Global Infrastructure Leader bei PwC, wird die Verteilung dieses Kapitals zu einer der prägenden Herausforderungen der kommenden Jahre, weil sie Technologie, Energie, Immobilien, Lieferketten und Regulierung zugleich betrifft.

Zwei Szenarien für Handel und Souveränität

Wie stark politische Entscheidungen die Landkarte verschieben können, zeigen zwei durchgerechnete Szenarien. Verschärfte Exportkontrollen könnten die Lieferketten für Chips empfindlich stören und die Gesamtinvestitionen bis 2050 auf etwa 25,5 Billionen Dollar drücken. Ein stärkerer Fokus auf digitale Souveränität senkt die Summe hingegen kaum, lenkt das Kapital aber in andere Bahnen, nämlich hin zu Ländern mit kräftiger Binnennachfrage und bislang schwach ausgebauten Rechenzentren. Für Investoren im DACH-Raum folgt daraus, dass Rechenzentren als hybride Anlageklasse mit einem anspruchsvollen Risikoprofil zu behandeln sind und dass es aktiver Positionierung bedarf, um von dem Boom zu profitieren.

Aktuelle Stellenangebote

Meistgelesene Artikel

Unsere Partner

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei:

Entdecken Sie mit uns bundesweit exklusive Stellen bei: