Thomas Weinmann, Gründer von Reia Capital und seit fast 30 Jahren im Private Equity aktiv, erklärt, warum das Fundraising-Umfeld trotz erster Besserungszeichen anspruchsvoll bleibt und wo die echte Alpha-Quelle für Investoren liegt.
Das Fundraising-Umfeld für Private Equity bleibt laut Weinmann herausfordernd: Die Mehrheit der Fondsmanager benötigt überdurchschnittlich lang, um ihre Hard Caps zu erreichen. Als Ursachen nennt er überhöhte Einstiegsbewertungen und Leverage-Niveaus aus der Niedrigzinsphase sowie niedrige DPIs und TVPIs, die bei regulierten LPs zu reduzierten Neuanlagen führen. Für 2026 zeichne sich jedoch eine Verbesserung ab. Weinmann beobachtet zudem, dass viele institutionelle Investoren weiterhin dem Herdentrieb folgen und in Large-Cap-Fonds investieren, obwohl die Performance-Schere bei PE-Anlagen weiter aufgehe.
Kleinere Investoren mit hoher Due-Diligence-Expertise können laut Weinmann Alpha in Nischen realisieren, während große Investoren bei Large-Cap-Fonds zunehmendem Renditedruck ausgesetzt seien, da Kapitalzuflüsse aus dem Retail-Bereich über ELTIFs den Markt verändern. Der aktuelle Generationswechsel bei PE-Fondsmanagern trenne die Spreu vom Weizen: Wo die Vorbereitung auf den Führungswechsel unterblieben und Portfolioschwierigkeiten hinzukämen, schwinde die Bindungswirkung des Vesting von Carried Interest. Reia Capital befindet sich mit zwei Small-Cap-Fondsstrategien fuer Europa (RCF03, Zielvolumen 100 Mio. Euro) und Nordamerika (RCF02) im Fundraising und verzeichnet eine hohe Wiederholerquote unter seinen rund 200 Investoren.




