Der Bund könnte noch vor dem Sommer den formalen Reprivatisierungsprozess für Uniper einleiten. Eine Fusion mit SEFE gilt mittlerweile als zu komplex; beide Energiekonzerne sollen ihren Exit nun eigenständig vorantreiben.
Eine in den vergangenen Monaten diskutierte Fusion der Gasaktivitäten von Uniper und SEFE gilt laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen als zu langwierig und komplex. Beide Unternehmen wurden 2022 während der europäischen Energiekrise für zusammen knapp 20 Milliarden Euro verstaatlicht. Die EU-Kommission hat für den Rückzug des Bundes eine Frist bis Ende 2028 gesetzt. Dass SEFE vergangene Woche eine Kapitalerhöhung von bis zu zwei Milliarden Euro in den nächsten neun bis zwölf Monaten ankündigte, um den eigenen Veräußerungsprozess anzustoßen, gilt Insidern zufolge als weiteres Signal dafür, dass beide Konzerne fortan unabhängig voneinander privatisiert werden.
Für Uniper könnte der Reprivatisierungsprozess laut Insidern noch vor dem Sommer durch eine offizielle Ausschreibung starten. Als mögliche Optionen gelten sowohl ein Verkauf als auch ein Börsengang. Uniper, das im März seine erste Dividende seit vier Jahren ankündigte, und das Bundesfinanzministerium, das die 99,12-prozentige Bundesbeteiligung verwaltet, lehnten eine Stellungnahme ab. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium erklärte lediglich, verschiedene Optionen würden geprüft; eine finale Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.




