Der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch rutscht erstmals seit 2009 in die Verlustzone: 363 Millionen Euro Minus nach Steuern. Das Sanierungsprogramm kostet Milliarden und trifft Deutschland überproportional.
Bosch verzeichnet für 2025 einen Verlust nach Steuern von 363 Millionen Euro, der erste seit der Finanzkrise 2009. Haupttreiber sind Rückstellungen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro für den laufenden Stellenabbau. Trotz eines Umsatzes von 91 Milliarden Euro brach die operative Rendite von 3,5 auf 2,0 Prozent ein. Im Zuliefererbereich fallen 22.000 Stellen weg, weitere Tausende in der Hausgerätetochter BSH und der Elektrowerkzeug-Sparte. Ende 2025 beschäftigte der Konzern weltweit noch 412.774 Mitarbeitende, rund 5.085 weniger als im Vorjahr.
In der Bundesrepublik wurden bereits 6.681 Stellen gestrichen, rund fünf Prozent der deutschen Belegschaft. Rund 30 Prozent aller Bosch-Mitarbeitenden sind in Deutschland tätig, doch die Produktion wandert zunehmend ins Ausland ab. Chinesische Wettbewerber drücken die Preise, US-Zölle belasten Exporte, und die Automobilindustrie als traditionell wichtigster Absatzmarkt produziert weniger als in Vorjahren. Hinzu kommen verzögerte Marktdurchdringungen in Zukunftsfeldern: E-Mobilität, Wasserstoff und Wärmepumpen absorbieren Kapital ohne kurzfristigen Return. Finanzchef Markus Forschner räumte ein, dass diese Durststrecke länger andauere als geplant. Für 2026 peilt das Management ein Umsatzwachstum zwischen zwei und fünf Prozent an.




