Die Deutsche Bank startet mit soliden Zahlen ins Jahr: Erträge und Gewinn übertreffen die Erwartungen. Trotzdem gerät die Aktie unter Druck, belastet durch steigende Risikovorsorge und eine schwächere Kapitalquote.
Die Deutsche Bank verbucht im ersten Quartal Erträge von 8,7 Milliarden Euro, ein Wachstum von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und mehr als Analysten erwartet hatten. Der Vorsteuergewinn stieg um sieben Prozent auf 3,0 Milliarden Euro, der Nachsteuergewinn um acht Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis lag bei unter 59 Prozent. Finanzvorstand Raja Akram hob hervor, dass diese Ergebnisse mit einem guten Ertragsmix und robustem Wachstum erzielt wurden. CEO Christian Sewing sprach von einem sehr guten Start in die nächste Strategiephase.
Trotz der positiven Gewinnentwicklung geriet die Aktie am Mittwochmorgen unter Druck und war zeitweise größter Verlierer im Dax. Der Grund: Die Risikovorsorge stieg auf 519 Millionen Euro, 48 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, unter anderem wegen zusätzlicher Rückstellungen für gewerbliche Immobilienfinanzierungen und makroökonomischer Unsicherheiten. Die harte Kapitalquote verharrte bei 13,8 Prozent, innerhalb der internen Vorgaben, aber unter den Analystenerwartungen. Für die kommenden Quartale plant die Deutsche Bank den Abbau weniger rentabler Hypothekenkredite sowie eine Ressourcenumverteilung ins Wealth Management. Das mittelfristige Ziel bleibt eine Eigenkapitalrendite von über 13 Prozent und ein jährliches Ertragswachstum von fünf Prozent bis 2028.




