Nach dem Verlust eines Schlüsselmandats beim Pentagon beendet KPMG sein Prüfungsgeschäft mit US-Bundesbehörden und ordnet die betroffenen Teams neu.
KPMG stellt sein Prüfungsgeschäft mit US-Bundesbehörden vollständig ein. Auslöser ist der Verlust eines bedeutenden Mandats beim Pentagon mit einem jährlichen Volumen von rund 60 Millionen US-Dollar. Die Entscheidung markiert einen klaren strategischen Schnitt im Public-Sector-Bereich und betrifft die gesamte Sparte für staatliche Prüfungsmandate in den USA.
Innerhalb des Geschäftssegments galt die US-Armee als größter Einzelkunde. Mit dem Wegfall dieses Mandats entfällt eine zentrale wirtschaftliche Grundlage für die Fortführung der Einheit. In der Folge beendet KPMG auch bestehende Prüfungsaufträge mit weiteren US-Regierungsstellen und zieht sich schrittweise aus dem Segment zurück.
Im Zuge der Neuausrichtung werden über 450 Mitarbeitende innerhalb der USA auf andere Positionen verlagert. Die Belegschaft wurde bereits zu Monatsbeginn über die Auflösung der Sparte informiert. KPMG setzt dabei auf interne Versetzungen, um Know-how im Unternehmen zu halten und personelle Einschnitte abzufedern.
Der Rückzug erfolgt nicht abrupt, sondern im Rahmen eines mehrjährigen Prozesses. KPMG will bestehende Mandate ordnungsgemäß abschließen und dabei sämtliche regulatorischen Anforderungen erfüllen. Mit dem Schritt verabschiedet sich die Gesellschaft aus einem spezialisierten Prüfungssegment und fokussiert sich stärker auf andere Bereiche innerhalb der Audit- und Assurance-Praxis.




