The Italian Sea Group arbeitet an der Neuordnung ihrer Verbindlichkeiten, während KPMG mögliche Unregelmäßigkeiten im Auftragsbestand untersucht.
The Italian Sea Group befindet sich in einer angespannten Phase. Die italienische Luxuswerft nutzt ein außergerichtliches Vergleichsverfahren, um ihre Verbindlichkeiten neu zu ordnen. Ein Gericht in Florenz hat dafür Schutzmaßnahmen gewährt, die zunächst vier Monate gelten. Diese sollen den laufenden Betrieb vor Gläubigerzugriffen absichern und dem Management Zeit für eine finanzielle Stabilisierung geben.
Parallel analysiert KPMG ungeplante Mehrkosten im Auftragsbestand. Hintergrund sind mögliche Unregelmäßigkeiten, die zur aktuellen Sanierungssituation beigetragen haben könnten. Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende Strafanzeige gegen ehemalige Führungskräfte gestellt. Im April übernahm zudem Fabio Zanobini die Rolle des CFO, um mehr Transparenz in die Finanzberichterstattung zu bringen.
Operativ verfügt The Italian Sea Group weiterhin über ein solides Fundament. Der Auftragsbestand für 2024 liegt bei über 1,2 Milliarden Euro. Die Werften in Marina di Carrara, Viareggio und La Spezia sind mit Auslieferungen bis 2027 ausgelastet.
Bis zum Auslaufen des gerichtlichen Schutzes im Sommer wird entscheidend sein, welche Ergebnisse die KPMG-Prüfung liefert. Sie dürfte maßgeblich dafür sein, ob Investoren und Finanzpartner Vertrauen in die weitere Stabilisierung des Unternehmens fassen.




