Wer mehr als vier Anwendungen gleichzeitig jongliert, verliert an Produktivität. Forscher sprechen von kognitiver Erschöpfung. Auch die Zusammenarbeit im Team leidet.
Eigentlich sollen Algorithmen den Alltag erleichtern. Doch wer ständig zwischen verschiedenen Assistenten hin und her springt, zahlt einen Preis. Forscher haben knapp 1.500 Berufstätige befragt und eine Schwelle ausgemacht: Ab dem fünften Werkzeug geht die Leistung bergab. Das ständige Umschalten frisst Aufmerksamkeit, der Kopf kommt nicht mehr hinterher. Die Ergebnisse passen zu anderen Beobachtungen. Programmierer erledigten manche Aufgaben mit KI-Hilfe langsamer als ohne. Vier von zehn Befragten gaben an, durch die neuen Helfer keine Zeit zu sparen.
Die Technik verändert auch den Umgang unter Kollegen. Wer eine Frage hat, tippt sie in den Chatbot, statt zum Nachbartisch zu gehen. Ein Firmenchef berichtet, dass sich die Gespräche im Büro halbiert hätten. Studien deuten darauf hin, dass das Folgen hat. Teams stimmen sich schlechter ab, das Vertrauen untereinander sinkt. Gleichzeitig steigt die Erschöpfung.
Die Kosten häufen sich gleichzeitig. Beim Fahrdienst Uber war das Jahresbudget für KI-Anwendungen schon im April aufgebraucht. Die Ausgaben pro Entwickler liegen bei mehreren hundert Euro im Monat. Der Konzern hat darauf reagiert und stellt weniger Leute ein.
Die anfängliche Begeisterung weicht leiseren Tönen. Nicht jedes Problem lässt sich mit einem weiteren Assistenten lösen. Manchmal ist weniger mehr.




