Goldman Sachs bündelt sein Alternatives-Geschäft für vermögende Privatkunden und Family Offices in einer neuen Plattform. Im Fokus stehen Direktbeteiligungen an aussichtsreichen Unternehmen vor deren Börsengang sowie ein wachsendes Secondary-Geschäft.
Goldman Sachs bündelt sein Alternatives-Geschäft mit zwei neuen Teams in einer eigenen Plattform für vermögende Privatkunden und Family Offices. Das geht aus einem internen Memo hervor, über das CNBC zuerst berichtete. Die Kunden suchen zunehmend Direktbeteiligungen an schnell wachsenden privaten Unternehmen. Die neuen Teams konzentrieren sich auf Direktinvestitionen in einzelne private Unternehmen statt in breite Private-Equity-Fonds sowie darauf, Kunden beim Kauf und Verkauf solcher Anteile zu unterstützen. Kristin Olson, globale Leiterin Alternatives für das Wealth-Geschäft bei Goldman Sachs, sagt: „Unternehmen gehen heute mit einer Bewertung von einer Billion Dollar an die Börse, wer bis dahin nicht dabei war, verpasst einen großen Teil des Wachstumszyklus.“ Goldman arrangiert seit rund zwei Jahrzehnten Direktinvestitionen in spätphasige private Unternehmen für vermögende Kunden, etwa vor den Börsengängen von Facebook, SpaceX, Stripe und Canva, und richtet den Fokus dabei bewusst auf Unternehmen mit etablierten Produkten, nennenswerten Umsätzen und klarerem Weg zur Profitabilität.
Der KI-Investmentboom hat die Nachfrage zusätzlich verstärkt, Goldman lenkt Kunden zunehmend auch in die Infrastruktur hinter der KI-Entwicklung, etwa Rechenzentren und verwandte Projekte. Die Ankündigung kommt nur wenige Tage, nachdem Goldman Sachs einen Rekordquartalsumsatz gemeldet hatte, getrieben von KI-bezogener Aktivität im Investmentbanking, Handel und Finanzierungsgeschäft. Gleichzeitig formalisiert die neue Plattform das wachsende Geschäft der Bank, Kunden zu Liquidität für private Beteiligungen zu verhelfen. Über eine neue Secondary-Advisory-Gruppe will Goldman einen Marktplatz für den Kauf und Verkauf privater Anteile ausbauen und Kunden auch bei Exits außerhalb der eigenen Plattform beraten. Olson dazu: „Wir haben gesagt, lasst uns das herauslösen und klar als einen Bereich definieren, auf den wir setzen.“




