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July 27, 2026
27.07.2026
2 Minuten Lesezeit

Trotz gekappter Ergebnisprognose belohnen Anleger den Walldorfer Softwarekonzern für zweistelliges Cloud-Wachstum. Der kurzfristige Vertragsbestand markiert das eigentliche Signal des Quartals.

Cloud-Backlog als eigentliche Botschaft

Der Current Cloud Backlog, also die Summe der in den nächsten zwölf Monaten fakturierbaren Aboverträge, kletterte bis Ende Juni um 27 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro und legte damit stärker zu als im ersten Quartal. Konzernchef Christian Klein führt die Dynamik auf die Nachfrage nach der SAP Autonomous Suite und der SAP Business AI Platform zurück. Der Cloudumsatz selbst wuchs im Quartal um 22 Prozent und übertraf den Gesamtumsatzanstieg von 9 Prozent auf 9,88 Milliarden Euro deutlich.

Zukäufe drücken auf die Ertragslinie

Auf der Ertragsseite fällt das Bild verhaltener aus. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis legte lediglich um 7 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro zu und blieb hinter den Erwartungen zurück. Finanzchef Dominik Asam verweist auf höhere Marketingkosten für die KI-Angebote sowie auf die im Juli abgeschlossenen Übernahmen von Dremio und Prior Labs, die im zweiten Halbjahr Verluste beisteuern dürften. Diese Effekte sind laut Asam der einzige Grund, weshalb SAP das Ziel für das währungsbereinigte operative Ergebniswachstum auf 13 bis 17 Prozent absenkt, nach zuvor 14 bis 18 Prozent.

Unter dem Strich klar im Plus

Der Nettogewinn stieg dennoch um rund ein Viertel auf 2,21 Milliarden Euro. Umsatzprognose und der erwartete Mittelzufluss von rund 10 Milliarden Euro bleiben unverändert, allerdings unter dem Vorbehalt einer Entspannung im Nahost-Konflikt.

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