Der Kieler Marineschiffbauer TKMS zieht sich aus den Gesprächen über einen Kauf der Nachbarwerft German Naval Yards zurück. Zuvor hatte sich das Unternehmen ein Bieterrennen mit Rheinmetall geliefert.
Der Kieler Marineschiffbauer TKMS zieht sich aus den Gesprächen über einen Kauf der Nachbarwerft German Naval Yards (GNYC) zurück. „Der Erwerb der German Naval Yards Kiel wäre eine schöne Option gewesen, aber kein Muss“, erklärte TKMS-Chef Oliver Burkhard. Nach Angaben von TKMS konnte sich die Werft nach intensiven Gesprächen mit den Eigentümern CMN Naval nicht auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Transaktion verständigen. Das nicht bindende Angebot für den möglichen Kauf wurde deshalb zurückgezogen. Neben TKMS hatte auch der Rüstungskonzern Rheinmetall ein Angebot für German Naval Yards abgegeben. „Wir haben diese Möglichkeit zur potenziellen Flächenoptimierung sorgfältig geprüft und sehen nach Confirmatory Due Diligence zu den gegebenen Parametern und Konditionen aktuell keine Notwendigkeit für einen Erwerb“, erklärte Burkhard weiter. „Da wir kein Einvernehmen über die wirtschaftlichen Konditionen erzielen konnten, wurde der Bieterprozess daher nun beendet. Mit Kiel und Wismar können wir unser bestehendes und zukünftiges Auftragsvolumen zuverlässig und termingerecht umsetzen.“
Das Unternehmen wolle stattdessen andere Optionen in Kiel verfolgen, um die logistische Flexibilität zu steigern. Die beiden Marinewerften TKMS und German Naval Yards teilen sich in Kiel eine Fläche und gehörten lange Zeit zusammen. Sie sind aus der früheren Traditionswerft HDW, den Howaldtswerken-Deutsche Werft AG, hervorgegangen, deren Ursprünge bis 1838 zurückreichen. Der ehemalige HDW-Überwasser-Schiffbau wurde ausgegliedert und firmiert seither unter German Naval Yards.




