Lone Star Funds hat den Zuschlag für die Übernahme von Contitech erhalten, der Kunststofftechniksparte des Autozulieferers Continental. Der Deal bewertet Contitech mit rund 4 Milliarden Euro inklusive Schulden. In den Folgejahren kommen erfolgsabhängige Komponenten von bis zu 250 Millionen Euro hinzu. Die Transaktion steht noch unter Behördenvorbehalt.
Der Verkauf ist der abschließende Schritt im Aufspaltungsplan von Continental. Der DAX-Konzern wird damit zum ersten Mal in seiner Geschichte ein reiner Reifenhersteller sein. Einen Großteil der Einnahmen plant Continental an die Aktionäre weiterzugeben: Von dem erwarteten Barmittelzufluss von rund 3,1 Milliarden Euro sollen voraussichtlich rund 2,5 Milliarden Euro in Form einer Sonderdividende oder über den Rückkauf von Aktien ausgeschüttet werden. Zu den unterlegenen Interessenten zählten Platinum Equity und KPS Capital Partners.
Contitech beschäftigt rund 22.000 Mitarbeiter und erzielte 2025 einen Umsatz von rund 4,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen produziert Schläuche, Antriebsriemen, Förderbänder und weitere Produkte aus Gummi- und Thermoplastwerkstoffen für Industrie, Bergbau, Energie und Bau. Lone Star ist eine auf komplexe Situationen spezialisierte Investmentgesellschaft mit mehr als 30 Jahren Erfahrung und hat seit 1995 rund 96 Milliarden Dollar an Kapitalzusagen eingeworben. Das Unternehmen will Contitechs Geschäftsaktivitäten gemeinsam mit dem Management durch operative Verbesserungen und gezielte Investitionen weiterentwickeln.




