UBS erhöht Private-Credit-Ausfallprognose auf 15 Prozent wegen KI-Risiken

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February 26, 2026
26.02.2026
2 Minuten Lesezeit

UBS verschärft Worst-Case-Szenario für Private Credit deutlich. Strategen rechnen nun mit Ausfallraten von bis zu 15 Prozent, zwei Prozentpunkte mehr als vor weniger als einem Monat, getrieben durch wachsende Sorgen vor rascher KI-Disruption.

Von 13 auf 15 Prozent in weniger als einem Monat

UBS-Strategen um Matthew Mish rechnen nun damit, dass die Ausfallraten im Bereich Private Credit auf bis zu 15 Prozent steigen könnten, zwei Prozentpunkte mehr als in einer Prognose, die das Institut vor weniger als einem Monat veröffentlicht hat. In dem ersten Bericht war die UBS davon ausgegangen, dass direkte Kreditgeber bei einer aggressiven Disruption durch künstliche Intelligenz mit einer Ausfallquote von 13 Prozent bei Unternehmenskreditnehmern rechnen müssten. In den vergangenen Wochen trübte sich diese Einschätzung jedoch weiter ein, da die Sorgen über eine mögliche Umwälzung der US-Wirtschaft durch KI zugenommen haben. Neu ist ein klarerer Auslöser, eine rasche und schwerwiegende KI-Disruption, heißt es in dem veröffentlichten Bericht.

Blue Owl Gating und Citrini-Bericht verschärfen Sorgen

Die Befürchtungen eines solchen Szenarios nahmen zuletzt zu. Aktien gerieten zu Wochenbeginn unter Druck, nachdem ein Bericht von Citrini Research Investoren mit einem Szenario beunruhigt hat, in dem Fortschritte bei KI die US-Arbeitslosenquote bis 2028 in den zweistelligen Bereich treiben könnten. Nur wenige Tage zuvor hinderte Blue Owl Capital Anleger daran, Mittel aus einem ihrer Private-Credit-Fonds abzuziehen. Das löste zusätzliche Sorgen über die von Direktkreditgebern vergebenen Darlehen aus, insbesondere an Softwareunternehmen. Das akuteste Risiko ist ein sektorspezifischer Schock, der eine Kaskade von Zahlungsausfällen auslöst, schreiben die UBS-Strategen. Der Technologiesektor ist besonders anfällig für Disruptionen durch die Einführung von KI.

Auch Leveraged Loans und High Yield stärker belastet

Die Ausfallraten im Private-Credit-Bereich liegen Berichten zufolge zwischen 3 und 5 Prozent, und Anzeichen von Belastungen, etwa Zinszahlungen in Form von Sachzinsen, nähern sich wieder den Höchstständen nach der Pandemie. Auch für Leveraged Loans und Hochzinsanleihen sehen die Strategen steigende Risiken. In einem Worst-Case-Szenario rechnen sie mit Ausfallraten von bis zu 6 Prozent bei Leveraged Loans und bis zu 10 Prozent bei High-Yield-Anleihen. In der vorherigen Analyse rechneten sie noch mit maximal 4 beziehungsweise 8 Prozent.