Nucera senkt Prognose auf 80 Millionen Verlust nach US-Projekt-Aus

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March 18, 2026
19.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Der Elektrolysespezialist rechnet mit bis zu 80 Millionen Verlust statt schwarzer Null. Ein US-Kunde löste den Vertrag für eine 20-MW-Anlage auf. Lichtblick: 300-MW-Auftrag aus Spanien.

20-Megawatt-Projekt in den USA geplatzt

Thyssenkrupp Nucera erwartet für 2025/26 nun einen operativen Verlust zwischen 30 und 80 Millionen Euro. Zuvor war der Vorstand von maximal 30 Millionen Verlust oder einer schwarzen Null ausgegangen. Grund sind höhere Aufwendungen für Optimierungsarbeiten an bereits ausgelieferten Modulen im Wasserstoff-Bereich. Zudem hat ein US-Kunde den Vertrag für eine 20-Megawatt-Pilotanlage aufgelöst, da das Projekt die Renditeerwartungen nicht mehr erfüllt.

Umsatz sinkt auf 450 bis 550 Millionen

Auch beim Konzernumsatz rudert das Dortmunder Unternehmen zurück. Statt 500 bis 600 Millionen Euro stellt Nucera nun 450 bis 550 Millionen in Aussicht. Die Stornierung des US-Projekts und buchhalterische Effekte belasten das Wasserstoff-Segment deutlich. Lichtblick bleibt das klassische Chlor-Alkali-Geschäft, für das Nucera das untere Ende der Ergebnisprognose leicht anhob. Im Februar hatte CEO Werner Ponikwar die Jahresziele trotz schwachen ersten Quartals noch bestätigt.

300-Megawatt-Auftrag aus Spanien rettet Neugeschäft

Zuversichtlicher zeigt sich Nucera beim Neugeschäft. Der Auftragseingang soll von 348 Millionen auf 550 bis 850 Millionen steigen. Bislang war man von 350 bis 900 Millionen ausgegangen. Hintergrund ist ein Auftrag des spanischen Energieunternehmens Moeve. Nucera soll Elektrolyseure mit 300 Megawatt Kapazität für eine Wasserstoffanlage in Andalusien liefern. Das Auftragsvolumen liegt im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Der Auftragseingang wird im zweiten Halbjahr 2025/26 gebucht, die Umsatzrealisierung fällt mehrheitlich ins Folgejahr.