Commerzbank und DZ Bank testen Einkaufen ohne Menschen

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March 19, 2026
20.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Visa startet ein Pilotprojekt mit deutschen Banken. Künftig sollen KI-Agenten Waren bestellen und bezahlen, ohne dass jemand eingreift.

Algorithmus geht shoppen

Die Zukunft des Bezahlens könnte menschenfrei werden. Visa probt mit Partnern aus der Bankenwelt ein Szenario, in dem Software die Einkäufe erledigt. Nicht nur suchen und vergleichen, sondern auch feilschen und abrechnen soll die Ki. Commerzbank und DZ Bank sind von Anfang an dabei. Das Programm heißt Visa Agentic Ready und startet in Europa, bevor es global ausgerollt wird. Oliver Scharf, bei Visa für Firmenkunden in Zentraleuropa zuständig, hat das Bild schon gezeichnet: Agenten, die innerhalb festgelegter Budgets eigenständig ordern, Angebote einholen und Preise drücken. Kein Mensch klickt mehr auf Kaufen, kein Einkäufer prüft jede Rechnung. Die Maschine übernimmt, der Mitarbeiter kümmert sich um anderes.

Sicherheit unter der Lupe

In der ersten Testphase geht es ums Grundsätzliche. Halten die Systeme stand, wenn Algorithmen im großen Stil Transaktionen anstoßen? Können Banken das Volumen verarbeiten? Bleiben die Zahlungen sicher? Visa verspricht, dass Nutzer die Kontrolle behalten. Die Agenten handeln im Auftrag, nicht eigenmächtig. Der Kreditkartenriese steht unter Druck. Start-ups wie Stripe basteln an ähnlichen Lösungen. Wer die Schienen für agentisches Bezahlen legt, verdient an jeder Transaktion mit. Für Visa geht es darum, die Infrastruktur der Zukunft nicht anderen zu überlassen.