Der Ingolstädter Autobauer trotzt Mercedes und Porsche mit zehn Prozent Gewinnplus, wobei eine Ausgleichszahlung von VW half. Von den bis 2027 geplanten 6.000 Stellenstreichungen sind bereits 65 Prozent vollzogen oder vertraglich fixiert.
Audi verdiente 2025 nach Steuern 4,6 Milliarden Euro, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Das Finanzergebnis verdoppelte sich auf 2,2 Milliarden. Das operative Ergebnis sank dagegen um knapp 14 Prozent. Neben einem guten vierten Quartal half eine Ausgleichszahlung von VW. CFO Jürgen Rittersberger bezifferte den Betrag auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Damit trotzt Audi dem Branchentrend: Mercedes und Porsche mussten zuletzt herbe Verluste hinnehmen.
Rittersberger sprach von einem finanziell robust abgeschlossenen Jahr. Die US-Zölle belasteten mit 1,2 Milliarden Euro. Weitere 400 Millionen entfielen auf Rückstellungen für CO₂-Regulierung und den vor einem Jahr verkündeten Jobabbau. Zudem leide Audi unter starkem Wettbewerbsdruck bei Elektroautos und Hybriden in China. Bis 2027 will der Konzern 6.000 Stellen abbauen. Davon sind 65 Prozent bereits vollzogen oder vertraglich fixiert, so Rittersberger.
Für 2026 plant Audi weitere Einsparungen. Die operative Marge soll dennoch auf sechs bis acht Prozent klettern, deutlich mehr als die 5,1 Prozent des Vorjahres. Auch im laufenden Jahr erwartet Audi hohe Belastungen durch US-Zölle, allerdings über zwölf statt neun Monate. Der Umsatz soll mit 63 bis 68 Milliarden Euro stabil bleiben. Im Vorjahr stieg er um eine Milliarde auf 65,5 Milliarden. Das Chinageschäft wird wegen Joint Ventures nicht im Umsatz abgebildet.




