Der Zusammenbruch des Londoner Bridging-Lenders Market Financial Solutions hinterlässt ein Milliardenloch und bringt die Kreditstandards im assetbasierten Finanzierungsmarkt unter Druck.
Die Gläubiger des zusammengebrochenen britischen Hypothekenanbieters Market Financial Solutions (MFS) sehen sich laut Unterlagen des London High Court mit einem geschätzten Defizit von über 1,3 Milliarden Pfund (rund 1,75 Milliarden Dollar) konfrontiert. Als wesentliche Ursachen werden die Kreditvergabe an verbundene Kreditnehmer sowie die doppelte Verpfändung von Sicherheiten angeführt. Zwei ebenfalls insolvente MFS-Gläubiger, Zircon Bridging und Amber Bridging, bezeichneten das Verhalten des Unternehmens als unangemessen und wahrscheinlich betrügerisch. MFS war auf komplexe immobilienbesicherte Kredite spezialisiert.
Zu den betroffenen Kreditgebern zählen Barclays, Santander, Jefferies, Elliott Management sowie die Apollo-Tochter Atlas SP Partners. Der Fall rückt das sogenannte Double-Pledging in den Fokus, eine Praxis, die bereits bei den Insolvenzen des US-Autoteilezulieferers First Brands und des Autohändlers Tricolor eine zentrale Rolle gespielt hatte.




