Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin hat beim Berliner Arbeitsgericht Klage gegen seinen früheren Geschäftsführer Ralf Wohltmann eingereicht. Aus informierten Kreisen ist von einer Forderung in Höhe von rund 50 Millionen Euro die Rede.
Wohltmann hatte das VZB rund 25 Jahre lang geführt, bevor er Anfang 2025 freigestellt und später entlassen wurde. Das Versorgungswerk wirft ihm unter anderem vor, an einem Unternehmen beteiligt gewesen zu sein, das seinerseits Geschäfte mit dem VZB abschloss. Daneben geht das VZB auch gegen weitere frühere Organmitglieder und Berater vor. Das Berliner Arbeitsgericht hatte im Januar Wohltmanns Kündigungsschutzklage abgewiesen; er soll Berufung eingelegt haben.
Das VZB pflichtversichert mehr als 10.000 Zahnärztinnen und Zahnärzte aus Berlin, Brandenburg und Bremen. Ende 2024 hatte es Verluste von mindestens 1,1 Milliarden Euro durch fehlgeschlagene Kapitalanlagen bekannt gegeben; das verbliebene Vermögen belief sich auf rund 2,2 Milliarden Euro. Die Vorgänge rund um das VZB gelten als der bislang schwerste Fall unter den deutschen Versorgungswerken, die in der Niedrigzinsphase teils in intransparente und risikoreiche Anlagen ausgewichen waren.




