Die US-Kanzlei installiert einen neuen Chef für ihre vier deutschen Büros. Der bisherige Amtsinhaber tritt nach einem halben Jahrzehnt ab.
Wachablösung bei Latham & Watkins Deutschland: Alexander Stefan Rieger steigt zum Managing Partner auf und lenkt ab Mai die Geschicke der Standorte Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München. Sein Vorgänger Burc Hesse hatte die Position seit 2020 inne und übergibt nun nach fünf Jahren an der Spitze. Als Stellvertreter bleibt Max Hauser im Amt. Der Zeitpunkt ist symbolträchtig: Genau 25 Jahre ist es her, dass die amerikanische Großkanzlei erstmals deutschen Boden betrat. Im Jubiläumsjahr vollzieht sie nun den Generationswechsel in der Führungsetage.
Riegers Weg an die Spitze verlief rasant. Noch vor drei Jahren beriet er Mandanten bei Hogan Lovells, wo er 2020 in den Partnerkreis aufgestiegen war. 2023 packte er seine Koffer und wechselte nach Frankfurt zu Latham. Dass ihm die Sozietät nach so kurzer Zugehörigkeit die Deutschlandführung anvertraut, darf als Vertrauensbeweis gewertet werden. Inhaltlich bewegt sich der Jurist im Bereich Unternehmenskäufe und Großprojekte aus der Energie- und Infrastrukturwelt. In seiner Mandantenkartei finden sich klangvolle Namen: der Finanzinvestor Blackstone, der Immobilienarm der Commerzbank und der amerikanische Vermögensverwalter Apollo.
Kaum im Amt, darf sich Rieger über prominente Verstärkung freuen. Bereits im Dezember sickerte durch, dass ein Quartett von Freshfields zur Kanzlei stoßen wird: Markus Paul, Wessel Heukamp, Verena Nosch und Carsten Haak. Die halbjährige Kündigungsfrist neigt sich dem Ende zu, der offizielle Wechsel steht unmittelbar bevor. Für den neuen Deutschlandchef ein willkommenes Antrittsgeschenk, das seine Mannschaft auf einen Schlag um vier erfahrene Köpfe erweitert. Insgesamt arbeiten an den vier deutschen Standorten derzeit rund 180 Juristen, davon 50 mit Partnerstatus.




