PwC-Studie: Familienunternehmen unter Druck wie nie

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April 26, 2026
27.04.2026
3 Minuten Lesezeit

Fast ein Drittel der Betriebe in der DACH-Region musste 2025 Umsatzrückgänge verkraften. Die Antwort: mehr Technologie, mehr externe Köpfe, mehr Tempo.

Rückgrat der Wirtschaft wankt

Sie backen keine kleinen Brötchen: Fast 199.000 Familienunternehmen bilden das Fundament der österreichischen Wirtschaft und geben 2,2 Millionen Menschen Arbeit. Doch das Fundament bekommt Risse. Eine aktuelle PwC-Befragung unter 150 Betrieben aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fördert unbequeme Wahrheiten zutage. Während weltweit nur 15 Prozent der Familienunternehmen schrumpfende Umsätze meldeten, traf es im deutschsprachigen Raum doppelt so viele. Die Zuversicht hält sich in Grenzen: Nicht einmal sechs von zehn Firmenchefs erwarten in den nächsten zwei Jahren steigende Erlöse.

Dreifachbelastung aus Konkurrenz, Personal und Paragrafen

Woher weht der Gegenwind? An erster Stelle steht der Wettbewerbsdruck, den drei Viertel als größte Herausforderung nennen. Auf Platz zwei rangiert die Suche nach fähigen Leuten und deren Weiterentwicklung. Bronze geht an die Bürokratie, die jeden dritten Befragten ausbremst. Rudolf Krickl, oberster Österreich-Chef bei PwC und zugleich Spezialist für inhabergeführte Unternehmen, warnt vor Selbstgefälligkeit. Wer sich auf bewährten Geschäftsmodellen ausruhe, laufe Gefahr, von der Konkurrenz überrollt zu werden.

Technikbegeisterung trifft Umsetzungsschwäche

Die gute Nachricht: Digitale Werkzeuge stehen hoch im Kurs. Fast drei Viertel sehen in neuen Technologien den Schlüssel zum Wachstum, ähnlich viele schwören auf Automatisierung. Im internationalen Vergleich liegen die DACH-Betriebe damit vorn. Der Haken: Zwischen Lippenbekenntnis und Praxis klafft eine Lücke. Nur jeder Vierte stuft den eigenen Betrieb als Technologiepionier ein. Die Studienautoren empfehlen deshalb mehr Geld für KI-Projekte und digitale Qualifizierung der Belegschaft. Immerhin punkten Familienbetriebe mit Wendigkeit. Sieben von zehn Befragten loben die kurzen Wege vom Einfall zur Entscheidung.

Fremde Expertise statt Familiendünkel

Ein Kulturwandel bahnt sich an: Vier von zehn Unternehmen planen, externe Führungskräfte ins Boot zu holen. Gut ein Drittel will Kontrollgremien bunter besetzen, um Know-how in Feldern wie Nachhaltigkeit oder künstlicher Intelligenz anzuzapfen. Kopfzerbrechen bereitet die Staffelübergabe: Jedes dritte Unternehmen hat keinen Fahrplan für den Generationswechsel. Erschwerend kommt hinzu, dass fast die Hälfte der designierten Erben wenig Begeisterung für den Chefsessel zeigt.

Marschroute für die nächsten Jahre

Die Prioritäten sind gesetzt: Krisenfestigkeit aufbauen, Rendite verbessern, digital aufrüsten. Krickl bringt es auf den Punkt: „Nur wer Geschwindigkeit, Offenheit und Innovationskraft vereint, kann in einer komplexen Welt als Vorreiter bestehen und die Zukunft seines Unternehmens langfristig sichern."

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