Mit Philipp-Christian Thomale wechselt ein erfahrener Rechtsanwalt vom Verlagskonzern in die Spezialkanzlei. Der Berliner Standort soll dadurch im Bereich digitale Geschäftsmodelle und künstliche Intelligenz an Schlagkraft gewinnen.
Wer in seiner Branche zwei Jahrzehnte unterwegs ist, kennt die juristischen Untiefen der Medienwirtschaft aus erster Hand. Philipp-Christian Thomale gehört zu jenen Anwälten, deren Profil sich nicht ausschließlich am Kanzleischreibtisch geformt hat. Den überwiegenden Teil seiner Laufbahn verbrachte er beim Verlagshaus Axel Springer, mehr als fünfzehn Jahre als Senior Legal Counsel. Seit Anfang Juni ist sein Arbeitsplatz das Berliner Büro von WIPIT.
WIPIT positioniert sich als Spezialist für Venture Capital und Technologierecht und unterhält Büros in Berlin, Mannheim und München. Managing Partner Lars Siebert verweist auf die seltene Kombination aus juristischer Tiefe und unternehmerischem Verständnis, die Thomale mitbringe. Thomale selbst hebt die Mischung aus fachlicher Stärke und mandantenorientierter Arbeitsweise hervor.
Was Thomale in seinen Springer-Jahren begleitet hat, liest sich wie eine Chronik der deutschen Medienlandschaft. Er war beim Aufbau eines Fernsehsenders involviert, verhandelte mehrfach den Erwerb hochkarätiger Sportübertragungsrechte und kümmerte sich um Verträge mit internationalen Plattformanbietern. Besonders öffentlich wahrgenommen wurden Verfahren, die er bis zum Bundesgerichtshof geführt hat, etwa rund um sogenannte Werbeblocker.
Sein neues Tätigkeitsfeld bei WIPIT umfasst agile IT-Projekte, digitale Geschäftsmodelle und KI-Anwendungen, ebenso die Begleitung von Mandanten bei der Umsetzung des europäischen AI Act. Daneben deckt er Urheber-, Marken- und Medienrecht ab und berät rund um Tech Compliance, Datenschutz und Data Governance.
Neben der Beratungstätigkeit unterrichtet Thomale seit 2008 an der Europa-Universität Viadrina. Diese akademische Anbindung dürfte ihm helfen, fachliche Entwicklungen früh aufzugreifen und in die Praxis zu übertragen.




