Schaeffler steigt in die Raumfahrttechnologie ein und liefert Reaktionsräder für Satelliten des US-Unternehmens Spire Global. In fünf Jahren soll ein Umsatzvolumen von 250 Millionen Euro erreicht werden.
Der fränkische Zulieferer Schaeffler liefert künftig hochkomplexe Schwungräder, sogenannte Reaction Wheels, für Satelliten des börsennotierten US-Unternehmens Spire Global, das 2025 eine Fertigungsstätte in München eröffnet hat. Die Teile sind notwendig, um Satelliten in der Umlaufbahn stabil zu halten. In den nächsten fünf Jahren peilt Schaeffler mit Spire ein Umsatzvolumen von 250 Millionen Euro an. Vorstandschef Klaus Rosenfeld betonte, weitere Kunden seien willkommen. Der Schritt passt zur Diversifizierungsstrategie des Konzerns, der seine Abhängigkeit von der schwächelnden Automobilindustrie reduzieren will.
Der Einstieg in die Raumfahrt ist nicht der erste Schritt in neue Märkte: Schaeffler hatte bereits Aktivitäten in der Rüstungsindustrie und bei humanoiden Robotern angekündigt. Am Standort München wurde dafür eine eigene Defence-Tochter gegründet, unter der nun auch die Raumfahrtaktivitäten gebündelt werden. Im ersten Quartal 2026 war Schaeffler nur noch in der Sparte E-Mobilität gewachsen. Das traditionelle Kerngeschäft mit Antriebsstrangkomponenten für Automobilhersteller bleibt zwar der Produktionsschwerpunkt, liefert aber kaum noch Wachstumsimpulse.




