Revolut schafft 600 Jobs in Westeuropa

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August 11, 2026
12.08.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Neobank Revolut hat von der französischen Aufsicht und der EZB eine volle Banklizenz erhalten und verlegt ihr Westeuropa-Geschäft künftig unter dieses Dach. Rund 600 neue Stellen sollen entstehen, davon 400 an einem neuen Standort in Paris.

Volle Banklizenz in Frankreich ersetzt litauisches Modell

Bislang wickelte Revolut sein EU-Geschäft über eine litauische Banklizenz ab, nun haben die französische Aufsichtsbehörde ACPR und die Europäische Zentralbank dem Unternehmen eine volle Banklizenz in Frankreich erteilt. Die Kunden in Westeuropa sollen schrittweise auf die neue französische Gesellschaft übertragen werden, beginnend in Frankreich selbst, gefolgt von Ländern wie Deutschland, Irland, Italien, Portugal und Spanien. Für die rund 1,2 Millionen Schweizer Kunden ändert sich laut Unternehmensangaben nichts. Im Zuge des Schritts entstehen neue Arbeitsplätze: Nachdem sich Revolut im vergangenen Jahr verpflichtet hatte, mehr als eine Milliarde Euro in Westeuropa zu investieren, sollen nun mehr als 600 neue Mitarbeitende eingestellt werden, 400 davon an der neuen westeuropäischen Zentrale in Paris, die im kommenden Jahr operativ sein soll.

Starkes Wachstum, aber auch EZB-Bedenken

Revolut zählt inzwischen 75 Millionen Kunden weltweit, wobei Westeuropa mit rund 30 Millionen Kunden die größte und am schnellsten wachsende Region ist. Allein im vergangenen Jahr kamen dort fast 8 Millionen neue Kunden hinzu. Erst im März hatte das Unternehmen nach einem langen Verfahren eine britische Banklizenz erhalten. Bei einem jüngsten Verkauf von Aktien durch Altaktionäre wurde Revolut mit 115 Milliarden Dollar bewertet. Für 2025 weist die Neobank einen Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar aus und zählt damit zu den wertvollsten Fintechs weltweit. Das rasante Wachstum bleibt allerdings nicht ohne Reibung: Im Juni hatte die „Financial Times“ berichtet, dass die EZB im vergangenen Jahr Beanstandungen gegenüber Revolut geäußert habe, die Aufseher seien demnach besorgt über das schnelle Wachstum gewesen und hätten Verbesserungen an den internen Prozessen bei der Einführung neuer Produkte gefordert.

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