Tim Cook tritt nach fast 15 Jahren als Apple-CEO ab. Was er hinterlässt, ist mehr als ein wertvollerer Konzern: eine grundlegend verwandelte Unternehmensstruktur, ein globales Ökosystem und ein Servicegeschäft mit über 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz.
Als Tim Cook 2011 die Führung von Steve Jobs übernahm, lag Apples Börsenwert bei rund 350 Milliarden Dollar. Heute ist das Unternehmen mehr als 4,5 Billionen Dollar wert und nach Nvidia das zweitwertvollste Unternehmen der Welt. Unter Cook vervierfachte sich der Umsatz auf mehr als 400 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Cook war von Anfang an kein Produktvisionär wie Jobs, sondern ein Meister der globalen Lieferkette und operativen Steuerung. Die Skepsis der Investoren erwies sich als grundlegend falsch. Sein Nachfolger wird John Ternus, bisher Senior Vice President für Hardware-Entwicklung. Cook selbst wechselt an die Spitze des Verwaltungsrats.
Als sich das iPhone-Wachstum abschwächte und Gerätewechselzyklen länger wurden, reagierte Cook früh mit einer strategischen Neuausrichtung. Bereits 2016 machte er Investoren gegenüber deutlich, wie zentral das Servicegeschäft für die Zukunft des Konzerns sei. Heute erwirtschaftet Apple mit App Store, Apple Music, iCloud, Apple Pay und Apple TV+ mehr als 100 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr. Dazu kommen AirPods und Apple Watch als Milliardengeschäfte, die Nutzer tiefer in das Apple-Ökosystem einbinden. Cook baute die Zahl der Apple Stores von rund 350 auf 540 aus und machte China sowohl zum wichtigsten Produktionsstandort als auch zu einem Kernmarkt. Sein letzter WWDC-Auftritt als CEO fand Anfang Juni statt; im Mittelpunkt standen KI, neue Softwarefunktionen und die Zukunft von Siri.




