KfW Capital und Bpifrance haben auf der VivaTech in Paris ein neues Kooperationsabkommen unterzeichnet. Gemeinsam stellen sie 400 Millionen Euro für Venture-Capital-Fonds bereit und wollen damit bis zu 1,6 Milliarden Euro für innovative Start-ups mobilisieren.
Das neue „Protocol of Cooperation" hat eine Laufzeit von sechs Jahren und löst das 2019 geschlossene Abkommen ab, das 2025 ausgelaufen ist. Unterzeichnet wurde es von Nicolas Dufourcq, CEO von Bpifrance, und Dr. Jörg Goschin, CEO von KfW Capital, im Beisein von Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger sowie der französischen Ministerin für Artificial Intelligence and Digital Affairs, Anne Le Hénanff. Die Vereinbarung sieht gemeinsame Investments in deutsche und französische VC-Fonds mit grenzüberschreitendem Investitionsfokus vor. Bereits heute belaufen sich die Investitionszusagen beider Häuser in jeweils das andere Land auf zusammen mehr als 500 Millionen Euro in 27 VC-Fonds.
Unter Berücksichtigung des Hebeleffekts könnte das zugesagte Kapital insgesamt bis zu 1,6 Milliarden Euro für Start-ups mobilisieren. KfW Capital-Chef Dr. Jörg Goschin macht die Stoßrichtung deutlich: „Ein starkes VC-Ökosystem muss über nationale Grenzen hinweg gedacht werden, um den europäischen Innovationsstandort nachhaltig zu stärken." Bpifrance-CEO Nicolas Dufourcq sieht in der Vereinbarung einen konkreten Beweis für die Ambition beider Länder: „Die technologische Souveränität Europas wird durch starke grenzüberschreitende Partnerschaften gestärkt und vorangetrieben." Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger betont: „Wir werden die finanzielle Schlagkraft bereitstellen, um vielversprechende Technologien in Europa zu skalieren."




