Nach dem Scheitern von FCAS haben acht deutsche Rüstungs- und Luftfahrtunternehmen unter Führung von Airbus eine neue Allianz für einen Kampfjet der sechsten Generation gebildet. Der Bundesregierung wurde bereits ein konkreter Vorschlag übermittelt.
Nur wenige Tage nach dem Ende des deutsch-französischen Kampfjet-Projekts FCAS haben acht Unternehmen auf der Rüstungsmesse ILA in Berlin eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Unter Führung von Airbus Defence gehören dem Konsortium Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MBDA, MTU Aero Engines und Rohde & Schwarz an. Das Konsortium hat der Bundesregierung bereits einen schriftlichen Vorschlag zur Entwicklung eines Kampfjets der sechsten Generation vorgelegt. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte das FCAS-Aus mit den Worten kommentiert, damit werde eine langwierige Blockade gelöst und der Industrie würden neue Möglichkeiten eröffnet.
Das Konsortium hat angeregt, mit Rüstungsunternehmen aus Spanien und Schweden zusammenzuarbeiten. Aus Spanien haben sich bereits Indra, Airbus Defence and Space, Grupo Oesia, GMV, ITP und Sener formiert; der schwedische Kampfflugzeughersteller Saab könnte ebenfalls dazustoßen. Airbus-Defence-Chef Michael Schöllhorn forderte die Bundesregierung zu raschen Entscheidungen auf: Die notwendige Expertise sei vorhanden, man dürfe keine Zeit verlieren. Parallel prüft Deutschland den Beitritt zum britisch-italienisch-japanischen GCAP-Programm sowie die Beschaffung weiterer F-35-Kampfjets als kurzfristige Option.




