Die 45-jährige Anwältin wird zur neuen Country Managing Partnerin gewählt und tritt im Juli die Nachfolge von Alexander Wolff an. Auch das Management Committee bekommt frische Verstärkung.
Wenn am 1. Juli die neue Amtszeit beginnt, sitzt eine 45-jährige Rechtsanwältin auf dem Posten, den zuvor Alexander Wolff innehatte. Anahita Thoms wurde von den Partnern zur Country Managing Partnerin gewählt und führt die deutsche Niederlassung von Baker McKenzie für die kommenden drei Jahre. Wolff selbst bleibt der Kanzlei verbunden, allerdings in anderer Funktion. Er übernimmt den Vorsitz im Beirat des Hauses. Zeitgleich erhält das Führungsgremium weiteren Zuwachs. Nicolai Behr, der am Münchner Standort als Partner arbeitet, wurde in das Management Committee berufen. Er wird sich dort vorrangig um Themen rund um Innovation und regelkonformes Wirtschaften kümmern.
Wer Thoms Werdegang nachzeichnet, stößt auf einen ausgesprochen internationalen Hintergrund. Bevor sie im September 2017 zu Baker McKenzie kam, prägten fast zehn Jahre bei Freshfields ihren Berufsweg. Während dieser Zeit verbrachte sie über drei Jahre am New Yorker Standort der Großkanzlei und sammelte dort Erfahrungen mit grenzüberschreitenden Mandaten. Innerhalb von Baker McKenzie verantwortet sie heute gleich zwei Bereiche. Als Leiterin der Praxisgruppe Commercial steuert sie das Geschäft rund um Handels- und Wirtschaftsverträge. Zusätzlich führt sie die Practice für International Trade.
Thoms Engagement reicht über das Mandatsgeschäft hinaus, was auch international wahrgenommen wurde. Bereits 2020 nahm sie das Weltwirtschaftsforum in seinen Kreis der sogenannten Young Global Leader auf, eine Auszeichnung für Persönlichkeiten unter 40, die in ihrer Branche besondere Akzente setzen. Seit gut zwei Jahren steht sie außerdem dem Nachhaltigkeitsbeirat eines bekannten Gesundheitskonzerns vor: Bei Fresenius bringt sie ihre Expertise in Fragen verantwortungsvoller Unternehmensführung ein.
In ihrer ersten Äußerung nach der Wahl skizziert Thoms ihre Sicht auf die kommenden Jahre. Politische Spannungen, wirtschaftliche Verwerfungen und der rasche technologische Wandel träfen gleichzeitig auf die Märkte und stellten Unternehmen vor außergewöhnliche Herausforderungen. Anwältinnen und Anwälte müssten in dieser Lage mehr leisten als reine Rechtsberatung. Sie sollen Orientierung geben, eine klare Position einnehmen und nah an Mandanten wie auch an den eigenen Teams bleiben. Ihre Kanzlei wolle Veränderungen nicht passiv erleben, sondern aktiv mitgestalten, betont Thoms. Welche konkreten Schritte daraus folgen, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.




