Revolut plant voraussichtlich noch 2026 ein Private Markets Angebot und würde damit Private Capital Strategien in die mobile Retail Distribution ziehen. Apollo wäre einer der alternativen Kapitalverwalter, die Anlagevehikel über diesen Kanal anbieten; verfügbar wären die Fonds laut den Personen nur in der Europäischen Union. Das Ergebnis der Gespräche ist offen, was bei frühen Partnerschaften typischerweise Fragen zur Produktstruktur, Kostenlogik und Haftungsabgrenzung umfasst.
Für den Markt ist vor allem die Größenordnung des Vertriebskanals relevant: Revolut wird in dem Bericht mit mehr als 70 Millionen Nutzern beschrieben. Damit verschiebt sich die Debatte von Nischenlösungen hin zu skalierbaren Plattformmodellen, in denen Suitability, KID-Logik und laufende Reporting Prozesse den Takt vorgeben.
Private Markets Häuser suchen seit längerem nach Zugängen zum Retail Kapital, weil institutionelle Allokationen in Teilen zyklischer werden und Fundraising selektiver ausfällt. Als Referenz wird im Bericht die Kooperation von Trade Republic mit Apollo und EQT genannt; in den USA nutzt Robinhood geschlossene Fonds, um Privatkunden Zugang zu privaten Unternehmen zu ermöglichen. Revolut würde damit in ein Feld stoßen, in dem Produktdesign und regulatorische Umsetzbarkeit über den kommerziellen Erfolg entscheiden.
Parallel sondiert Revolut auch Gespräche mit Blackstone, um Kunden eines Private Banking Dienstes Fonds anzubieten. Die Vermögenserträge des Fintechs stiegen 2024 demnach um fast 300 Prozent auf 506 Millionen Pfund, teilweise getrieben durch Krypto Handelsvolumen, was die Bedeutung des Wealth Segments für die Plattform unterstreicht. Für Anbieter und Berater in der EU bleibt die Kernfrage, welche Vehikel zwischen ELTIF 2.0, geschlossenen Fonds und feeder Strukturen die regulatorische und operative Skalierung am saubersten abbilden.




