Bundesverkehrsminister Volker Bilger will die Bonuszahlungen für die Führungskräfte der Deutschen Bahn an die Erreichung konkreter Ziele koppeln. Das geht aus einem Bericht hervor, der auf einem Konzeptpapier aus seinem Ministerium basiert.
Das Papier sieht vor, dass die variablen Vergütungen der Vorstände nur dann vollständig ausgezahlt werden, wenn die Bahn ihre selbst gesteckten Ziele erreicht. Dazu zählen neben der Pünktlichkeit auch die Zuverlässigkeit des Betriebs und die Zufriedenheit der Kunden. Die genaue Gewichtung der einzelnen Kriterien ist noch offen.
Der Vorstoß kommt vor dem Hintergrund anhaltender Kritik an den bisherigen Bonusregelungen. Kritiker bemängeln, dass die Bahn-Führungskräfte auch in Jahren mit schlechten Leistungen hohe Boni erhalten hätten. Die Pünktlichkeitsquote der Bahn lag zuletzt deutlich unter den selbst gesteckten Zielen, was die Diskussion weiter anheizt.
Die Gewerkschaften und Fahrgastverbände begrüßen den Vorstoß grundsätzlich, fordern aber konkrete und nachprüfbare Kriterien. Die Bahn selbst hat sich noch nicht offiziell geäußert. Ob das Konzept in dieser Form umgesetzt wird, ist unklar. Das Ministerium will die Vorschläge nun mit der Bahn und den zuständigen Gremien beraten.




