Das Buyout-Volumen stieg 2025 um 44 Prozent auf 904 Milliarden Dollar, Exits legten um 47 Prozent auf 717 Milliarden Dollar zu. 13 Megadeals über 10 Milliarden Dollar machen 69 Prozent des Wachstums aus, während LP-Ausschüttungen auf historischem Tiefstand verharren.
Das Comeback der Private-Equity-Branche 2025 wurde laut dem 17. Global Private Equity Report von Bain & Company massgeblich von spektakulären Grossdeals getrieben. Die Übernahme des Videospielkonzerns Electronic Arts für 56,6 Milliarden Dollar markiert einen neuen Allzeitrekord für Buyout-Transaktionen. Ebenfalls spektakulär waren der 40-Milliarden-Dollar-Verkauf des Rechenzentrumsbetreibers Aligned Data Centers, die 27,5-Milliarden-Akquisition von Air Lease sowie der 23,7-Milliarden-Deal für Walgreens Boots Alliance. Die 13 Megadeals mit jeweils mehr als 10 Milliarden Dollar machen 69 Prozent des Wachstums aus, während die Gesamtzahl der Buyout-Transaktionen gleichzeitig um 6 Prozent auf 3.018 Deals zurückging.
Die Branche kämpft jedoch mit strukturellen Problemen. Die Ausschüttungen an Limited Partners lagen gemessen am Nettoinventarwert das vierte Jahr in Folge unter 15 Prozent, ein historischer Tiefstand, den man zuletzt während der Finanzkrise 2008/09 sah. Aktuell warten rund 32.000 unverkaufte Unternehmen im Wert von 3,8 Billionen Dollar auf den Exit. Die durchschnittliche Haltedauer ist auf rund sieben Jahre gestiegen, zwei Jahre mehr als noch in den 2010er-Jahren. Das für Buyouts eingesammelte Kapital sank 2025 um 16 Prozent auf 395 Milliarden Dollar. Die Zahl der geschlossenen Fonds fiel branchenweit um 18 Prozent, das vierte Rückgangsjahr in Serie.
Für 2026 sieht Bain die Rahmenbedingungen grundsätzlich günstig: sinkende Zinsen, gut gefüllte Deal-Pipelines, hohe Aktienkurse und eine robuste Konjunktur. Die Zeiten, in denen allein die Marktdynamik für attraktive Renditen sorgt, sind jedoch definitiv vorbei. Rebecca Burack, Partnerin bei Bain, kommentiert, der Wettbewerb verschärft sich, die Investoren werden anspruchsvoller, und nur wer konstant Spitzenleistung liefert, wird Kapital anziehen. Die Diskrepanz zwischen Megadeals und sinkender Deal-Zahl deutet auf eine zunehmende Polarisierung der Branche hin, bei der Scale und Track Record entscheidende Wettbewerbsvorteile darstellen.




