Bern gegen UBS: 22 Mrd. $ auf dem Spiel

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April 13, 2026
14.04.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Schweizer Regierung bereitet strengere Eigenkapitalregeln für UBS vor. Für das Institut könnten daraus bis zu 22 Milliarden Dollar zusätzlicher Kapitalbedarf entstehen. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie hart.

CET1-Pflicht für Auslandstöchter bleibt

Die Schweizer Regierung wird voraussichtlich noch im April einen Gesetzesentwurf vorlegen, der UBS verpflichten soll, seine ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit hartem Kernkapital (CET1) zu unterlegen. Diese Kernforderung, von UBS als überzogen bewertet, soll trotz intensiver Lobbyarbeit des Instituts bestehen bleiben. Hintergrund ist der Zusammenbruch der Credit Suisse 2023 und die seither staatlich begleitete Übernahme durch UBS. Die Regierung verweist auf die systemische Relevanz des Instituts, dessen Bilanzsumme die Schweizer Wirtschaftsleistung um das Doppelte übersteigt.

Zugeständnisse bei Anrechenbarkeit erwartet

Bei Maßnahmen, die unmittelbar in der Kompetenz der Regierung liegen, werden Konzessionen erwartet. Konkret geht es um die Frage, ob UBS Software und latente Steueransprüche weiterhin auf das Kernkapital anrechnen darf. Eine vollständige Streichung hätte nach Angaben des Instituts einen Kapitalabzug von rund 11 Milliarden Dollar zur Folge. Eine Angleichung an EU-Standards, etwa eine Abschreibung von Software über drei Jahre, gilt als wahrscheinlich. Roman Studer, CEO der Schweizerischen Bankiervereinigung, brachte es auf den Punkt: „Es ist schwer vorstellbar, dass die Verordnung nicht angepasst wird.“

Parlament als letzter Korrekturmechanismus

Der finale Gesetzentwurf wird dem Parlament zur Beratung vorgelegt, das die Kapitalregeln noch abmildern könnte. Erich Ettlin, Vorsitzender des zuständigen parlamentarischen Ausschusses, signalisierte Korrekturbedarf. Investoren warnen derweil vor Wettbewerbsnachteilen: David Benamou, CIO von Axiom Alternative Investments, verwies darauf, dass die Kapitalregeldebatte UBS-Aktien bereits deutlich hinter die Konkurrenz zurückfallen ließ. Ein Wegzug des Instituts aus der Schweiz gilt dennoch als unwahrscheinlich.

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