Mit hohen Abfindungen hat der Konzern etwa 5.500 Mitarbeitende zum freiwilligen Ausscheiden bewogen. Einzelne Zahlungen erreichten eine halbe Million Euro.
Mercedes-Benz hat zwischen April 2025 und Ende März 2026 rund 5.500 Beschäftigte durch finanzielle Anreize zum Verlassen des Unternehmens bewegt. Das Programm zielte primär auf Bereiche außerhalb der Produktion – Verwaltung, Entwicklung, IT. Etwa 40.000 Angestellte in Deutschland kamen grundsätzlich in Betracht. Das Prinzip: doppelte Freiwilligkeit. Weder konnte das Unternehmen einseitig kündigen, noch mussten Mitarbeitende ein Angebot annehmen. Beide Seiten mussten zustimmen. Die Abfindungen bewegten sich in beachtlicher Höhe. Maximal waren 500.000 Euro möglich. Ein Sonderangebot galt für alle, die bis Ende Juli 2025 unterschrieben: zehn Prozent Aufschlag plus sechs zusätzliche Bruttomonatsgehälter. Bei einem monatlichen Bruttogehalt von 7.417 Euro errechnete sich so eine Basisabfindung von über 270.000 Euro, die mit Turbo-Zuschlag und Prämie knapp 350.000 Euro erreichen konnte.
Im Herbst 2025 hatten bereits mehrere Tausend Beschäftigte das Angebot angenommen. Gegen Programmende nahmen die Abgänge nochmals zu. Intern gilt das Ergebnis dennoch nicht als vollständiger Erfolg. Die Unternehmensführung hatte offenbar höhere Austrittszahlen eingeplant, um Sparziele schneller zu erreichen. Nach außen äußert sich Mercedes zurückhaltend und spricht von planmäßiger Umsetzung. Der Personalabbau fügt sich in eine umfassendere Strategie zur Effizienzsteigerung ein. Der Konzern steht unter Druck durch intensiveren Wettbewerb, schwankende Absatzmärkte und hohe Investitionsbedarfe in Elektromobilität und digitale Transformation. In den kommenden Jahren strebt Mercedes Einsparungen im Milliardenbereich an, um die Profitabilität nachhaltig zu sichern.




