BlackRock hat die Daten und Technologien von Preqin in die Efront-Plattform für Privatmarktinvestoren integriert. Ziel ist ein durchgängiger Arbeitsablauf von der Analyse vor dem Investment bis zur laufenden Steuerung nach der Zeichnung.
Efront ist Teil von Aladdin, BlackRocks Daten- und Technologieplattform für institutionelle Investoren. Durch die Integration sollen Research, Due Diligence und Portfoliomonitoring stärker zusammengeführt werden, statt über getrennte Systeme zu laufen. Damit adressiert BlackRock eine Kernschwäche vieler Privatmarktprozesse, nämlich Medienbrüche zwischen Manager-Auswahl, Zeichnung, Datenübernahme und laufender Überwachung. Für Anleger kann das die Vergleichbarkeit erhöhen und Abstimmungsaufwand reduzieren. Gleichzeitig entsteht ein Arbeitsablauf, der private Anlagen stärker nach institutionellen Standards mess- und steuerbar macht.
Laut BlackRock erhalten Nutzer Zugriff auf Performance-Daten von mehr als 14.000 Fonds. Automatisierte Auswertungen sollen nach Anlageklasse, Strategie, Region und Branche strukturieren und so den Fondsvergleich beschleunigen. KI-gestützte Werkzeuge unterstützen bei der Auswahl von Managern, bei Cashflow-Modellen und bei der Liquiditätsplanung. Das ist besonders relevant, weil Kapitalabrufe und Rückflüsse in Privatmärkten schwer planbar sind und Liquiditätsmanagement zum Engpass werden kann. Wer Daten schneller vergleichbar macht, verkürzt nicht nur die Due Diligence, sondern verbessert auch die Allokationssteuerung über das Gesamtportfolio.
Nach der Zeichnung fließen Investmentdaten von Fondsmanagern in Efront ein und ermöglichen ein kontinuierliches Tracking von Performance und Cashflows. Für Investoren ist das wichtig, weil private Fonds weniger häufig bewertet werden und Datenlieferungen stark variieren. Ein standardisiertes Monitoring kann helfen, Risiken früher zu erkennen, Allokationen nachzusteuern und Berichtspflichten gegenüber internen Gremien oder Aufsicht effizienter zu erfüllen. Gerade bei diversifizierten Portfolios mit vielen Managern ist die Datenharmonisierung oft der größte Zeitfresser. Die Integration verspricht, genau diesen Teil zu industrialisieren, ohne die inhaltliche Tiefe der Analyse zu verlieren.




