Weiterbildung soll schneller, flexibler und näher an den Bedürfnissen von Unternehmen werden. Die Handelshochschule Leipzig bündelt ihre Angebote zur Führungskräfteweiterbildung deshalb in einer eigenen Tochtergesellschaft. Der Schritt ist strategisch: Er soll Tempo bringen, ohne die akademische Qualität aus dem Blick zu verlieren.
Seit dem 1. Januar 2026 sind die bisherigen Aktivitäten in einer neuen Gesellschaft zusammengeführt. Die rechtliche Eigenständigkeit soll Entscheidungen erleichtern und neue Formate schneller marktfähig machen - insbesondere dort, wo Unternehmen kurzfristig Unterstützung bei Veränderungsprozessen suchen. Inhaltlich bleibt die Anbindung an die Hochschule zentral: Die Programme sollen weiterhin auf wissenschaftlicher Grundlage aufbauen und gleichzeitig praxisnah gestaltet werden.
Im Laufe des Jahres soll das Angebot ausgebaut werden, unter anderem in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Finanzen und Transformation. Die Formate richten sich sowohl an Einzelpersonen als auch an Unternehmen, die maßgeschneiderte Seminare für konkrete Herausforderungen benötigen. Die Hochschule reagiert damit auf einen Weiterbildungsmarkt, in dem Aktualität entscheidend ist: Wer Führungskräfte auf neue Technologien, neue Regulierungen oder neue Organisationsformen vorbereiten will, braucht Inhalte, die sich schnell weiterentwickeln lassen.
Für 2026 ist zudem ein Format angekündigt, bei dem erfahrene Führungskräfte gezielt von jüngeren Fachkräften lernen sollen. Der Hintergrund ist pragmatisch: Wenn Werkzeuge, Kommunikationswege und Arbeitsmethoden sich rasant verändern, reicht klassisches „Weitergeben von oben nach unten“ oft nicht mehr aus. Ein strukturierter Austausch kann helfen, neue Perspektiven schneller in Entscheidungen zu übersetzen und die Lernfähigkeit als Führungsaufgabe zu verankern. Gleichzeitig versteht die Hochschule den Schritt als Impuls für die Region, in der der Bedarf an gut ausgebildeten Führungskräften wächst.




